Frag nach!

Jede Woche beantworten wir euch Fragen zu allen möglichen Themen. Tim, 9 Jahre, fragt:

Wie heiß ist die Sonne wirklich?

Die Antwort:

Im Hochsommer schwitzen wir manchmal bei 35 Grad und mehr. Aber wie heiß ist eigentlich die Sonne, die diese Temperaturen verursacht wirklich? Das fragt uns Tim, 9 Jahre.

Sonne
In ihrem Inneren erreicht die Sonne eine Temperatur von unvorstellbaren 15 Millionen Grad Celsius.
 


Unsere Sonne hat von innen nach außen eine immer weiter abnehmende Temperatur. In ihrem Zentrum erreicht sie für uns unvorstellbare 15 Millionen Grad. Diese Temperatur entsteht durch die Kernfusion im Inneren. Aber bis die im Innern erzeugte Energie an die Oberfläche und dann zur Erde findet, dauert es rund 10 Millionen Jahre. Die Dichte der Sonne ist so groß, dass die Energie tragenden Partikel immer wieder reflektiert werden.

Wenn wir die Sonnenoberfläche genau betrachten, stellen wir fest, dass es keine einheitliche, glatte Oberfläche ist. Vielmehr hat sie eine körnige Struktur. Wie Granulat sehen diese Körnchen aus. Daher nennt man dieses körnige Aussehen auch Granulation. Diese "Körnchen" sind die Enden der heißen Materieströme aus dem Inneren.

Sonneflecken auf der Oberfläche

Die dunklen Gebilde auf der auch Photosphäre genannten Sonnenoberfläche werden als Sonnenflecken bezeichnet. Diese Sonnenflecken erreichen eine Temperatur von 4.000 bis 5.000 Grad Celsius, während die Umgebung rund 5.600 Grad Celsius heiß ist. Da die Sonnenflecken kühler sind als ihre Umgebung, strahlen sie weniger Licht ab und erscheinen uns deshalb auch dunkler.

Sonne macht das Leben auf der Erde erst möglich

Erst die Sonne ermöglicht das Leben auf unserem Planeten Erde. Pflanzen brauchen das Licht der Sonne, Tiere brauchen die Pflanzen und wir brauchen die Pflanzen und Tiere zum Überleben. Pflanzen benötigen besonders die für uns gefährliche UV-Strahlung der Sonne, die beim Menschen Sonnenbrand verursachen kann.  

Die Wärme der Sonne lässt auch das Wasser aus den Meeren verdunsten, was zur Wolkenbildung führt. Die Wolken wiederum bringen den lebensnotwendigen Regen. Die Erde befindet sich in der richtigen Entfernung zur Sonne, damit wir weder erfrieren noch verbrennen.

4.000 Jahre Fußmarsch

Wäre die Erde so groß wie ein Stecknadelkopf, wäre die Sonne fußballgroß und 30 Meter von der Nadel entfernt. Könnten wir zu Fuß zur Sonne gehen, bräuchten wir über 4.000 Jahre. Sogar das Licht braucht acht Minuten von der Sonne zu uns.

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sowie in

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