Die große Wissenswelt
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Wieso kann man manchmal den Mond am Tag sehen?

Moment mal! Gehört der Mond nicht eigentlich zur Nacht? "Wieso ist der Mond dann manchmal tagsüber zu sehen?" Das möchte Lilli, 10 Jahre, wissen.

Dank der verschiedenen Mondphasen kann man den Mond manchmal auch am Tag bewundern.
 

Alles dreht sich

Das Universum ist in ständiger Bewegung, wie auch unser Sonnensystem. Die Planeten umkreisen unsere Sonne, ebenso wie der Mond die Erde umkreist. Aber auch die Planeten selbst drehen sich um die eigene Achse, was bewirkt, dass sich Tag und Nacht abwechseln können.

Auch der Mond dreht sich um die Erde. Da er sich exakt mit einer Erdumrundung um die eigene Achse dreht, sehen wir von der Erde aus immer die gleiche Seite des Mondes. In der Astronomie wird dieses Phänomen als "gebundene Rotation" bezeichnet.

Weil am Tag nur eine Erdhälfte von der Sonne angestrahlt wird, nehmen wir den Mond nachts stärker wahr als tagsüber. Das Sonnenlicht trifft den Mond auch am Tag, auf der Erde sehen wir das jedoch nur selten, weil das Leuchten vom Glanz der durch die Sonne erhellten Luft verdeckt wird.

Die Taghälfte der Erde wird vom vollen Sonnenlicht beschienen, deswegen wirkt der Mond auch oft so unscheinbar und blass. Aber das ist nicht der Grund, warum wir ihn nur manchmal beobachten können.

Die Mondphasen

Der Mond durchläuft verschiedene Phasen vom Neumond bis zum Vollmond. Das hängt damit zusammen, dass der Mond einmal in rund 28 Tagen die Erde umkreist. Die Hälfte der Zeit verbringt er auf der Nachtseite der Erde, die andere Hälfte auf der Tagseite. Dass wir den Mond manchmal auch tagsüber sehen, ist also völlig normal.

Tipp: Um dir das besser vorzustellen, kann dir folgendes Experiment helfen:

Stelle in einem möglichst dunklen Raum eine Zimmerlampe auf die Mitte eines Tisches und suche dir zwei verschieden große Früchte aus. Die Lampe ist deine Sonne. Für die Erde nimmst du die größere Frucht, für den Mond die kleinere. Stelle deine "Erde" in der Nähe der Lampe auf, dann schaltest du sie ein.

Anschließend nimmst du den "Mond" und lässt ihn die "Erde" mit der Hand umkreisen. Nun solltest du sehen, dass dein "Mond" ähnliche Phasen durchläuft, wie es auch der echte Mond macht. Wenn du dir nun vorstellst, dass sich die Erde auch selbst dreht, kannst du dir gut vorstellen, warum der Mond sein Aussehen verändert.

Du willst noch mehr über die Macht des Mondes wissen? Hier kommst du zu unserem Band WAS IST WAS 21 Der Mond - rätselhaft und mächtig.