Die große Wissenswelt
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Krieg der Sterne: So begann das Weltraum-Epos

Am 25. Mai 1977 startete der Science-Fiction-Klassiker „Star Wars“ in den amerikanischen Kinos und wurde im Jahr darauf mit sieben Oscars ausgezeichnet. Die Erfolgsstory des Weltraummärchens ist bis heute ungebrochen. Darth Vader, Han Solo und Obi-Wan Kenobi sind Kultfiguren bei den Fans, im Dezember startet Star Wars Episode VII., das Erwachen der Macht.

Raumschiff

Das Weltraum Epos "Star Wars" startete 1977 mit dem ersten Teil, der in Deutschland unter dem Titel "Krieg der Sterne" in die Kinos kam.Quelle: © shutterstock, sdecoret
 

Die Handlung des ersten Star Wars Filmes "Krieg der Sterne" spielt in ferner Zukunft: Nachdem die Völker der Galaxis von dunklen Mächten unterworfen wurden, bricht eine Rebellion aus: Als Kontrahenten stehen sich der dunkle Lord Darth Vader und der Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi mit einer kleinen Rebellentruppe gegenüber.

Beide verfügen über geheimnisvolle Kräfte. Als Darth Vader (Dave Prowse) mit Hilfe des "Todessterns" den Widerstand brechen will, kommt es zwischen ihm und Obi- Wan (Alec Guiness) zu einem folgenschweren Zweikampf ...

Gut gegen Böse

Der Kinobesucher erlebte den Kampf des Guten gegen das gnadenlos Böse, eine Übertragung uralter Mythen auf die Gegenwartskultur, wenn die Rebellen um Prinzessin Leia (Carrie Fisher), Luke Skywalker (Mark Hamill) und Han Solo (Harrison Ford, dessen Karriere mit diesem Film begann) ihren Kampf gegen das übermächtig erscheinende Imperium aufnahmen. Mittendrin: die witzigen Roboter C-3PO (der Goldene) und R2-D2 (biepbiep).

Harte Arbeit für eine Idee

Mehrere Jahre arbeitete der Autor und Regisseur George Lucas an dem Projekt. Im Januar 1973 begann er mit ersten Entwürfen für das Drehbuch. Zusammen mit den Produktionszeichnungen des Künstlers Ralph McQuarrie bot er es Universal Pictures an, doch die Produktionsgesellschaft lehnte ab.

Die Geburt von "Industrial Light & Magic"

Daraufhin beschloss George Lucas das Projekt auf eigene Faust voranzutreiben. Im Januar 1975 war der zweite Entwurf des Star Wars-Drehbuchs fertiggestellt. Es trug damals noch den Titel: The Adventure of the Star Killer. Im Juni engagierte Lucas John Dykstra für die Star Wars Special-Effects. Kurze Zeit später gründete er die Firma Industrial Light & Magic (ILM).

Im November begann das dreimonatige Casting für "Star Wars". Zu diesem Zeitpunkt hatte Lucas schon mehr als 1 Million Dollar selbst für das Projekt aufgebracht, aber noch immer keine Produktionsfirma. Erst Anfang Dezember sagte die Twentieth Century Fox. zu und stellte ein Budget von rund zehn Millionen Dollar zur Verfügung. Gedreht wurde aus Kostengründen in den Elstree-Studios in der Nähe von London, die Außendrehs fanden in der tunesischen Wüste statt.

Ein Zukunftsmärchen erneuert das Kino

Im Juli 1976 wurden die "Star Wars"-Dreharbeiten endlich abgeschlossen. ILM hatte bisher nur wenige verwendbare Spezialeffekte hervorgebracht und kein Geld mehr. Fox erhöhte das Budget jedoch nur um die Hälfte dessen, was Lucas gebraucht hätte, um den Film nach seinen Vorstellungen abzuschließen. Trotzdem revolutionierten die Spezialeffekte Hollywoods Tricktechnik nachhaltig. Das langweilig gewordene Kino der Siebziger Jahre bekam neue Perspektiven.

Action-Spektakel mit viel Raum für Komik

Die Besucher der Probevorführungen reagierten begeistert auf das Sternen-Epos, das Science Fiction mit Elementen aus Märchen, Western, Piraten-, Ritter-, Samurai- und Kriegsfilmen verband und bei aller Ernsthaftigkeit viel Raum für Komik ließ. Zum US-Start am 25.Mai 1977 standen die Zuschauer bis zu mehrere Häuserblocks weit vor den Kassen um Tickets an.

Nachhaltiger Welterfolg

"Star Wars" brach die Kassenrekorde in aller Welt und führte lange die Top Ten der erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten an. Die tricktechnisch noch gelungeneren Fortsetzungen "Das Imperium schlägt zurück" (1980) und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" (1983) wurden ebenfalls Kassenknüller.

Unzählige Video- und Rollenspiele wurden für den Star-Wars-Kosmos entwickelt, Spielzeug und Modelle gefertigt, Romane zur Kultserie wurden zu Bestsellern, Comic-Alben spannen den Faden der Geschichte weiter. 

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