Die große Wissenswelt
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Eure Fragen zum Thema "Wetter"

Wie wird das Wetter? Aufgrund der vielen Daten, die ausgewertet werden können, hat die Wettervorhersage für den nächsten Tag eine Trefferquote von fast 90 Prozent.

Das Thema "Wetter" scheint euch besonders zu interessieren. Immer wieder erreichen uns dazu viele spannende Fragen. Wir haben sie gesammelt und an Diplom- Meteorologin Frau Dr. Broll vom Hessischen Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie weitergereicht. Hier kommen die Fragen und die Antworten der expertin:

Jonathan-Elias, 6 Jahre fragt:
Wie entsteht Nebel?

Antwort von Frau Dr. Broll:

Je nach seiner Entstehungsart unterscheidet der Meteorologe den Nebel in Strahlungsnebel, Bodennebel, Talnebel oder Advektionsnebel. Dabei handelt es sich um nichts anderes, als um kondensierten Wasserdampf in bodennahen Luftschichten. Nebel ist somit eine Wolke mit Bodenberührung, welche die Sicht auf weniger als einen Kilometer verringert. Im Straßenverkehr spricht man erst dann von Nebel, wenn die Sichtweite weniger als zweihundert Meter beträgt.
Besonders viel Nebel gibt es im Herbst, denn dann werden die Nächte kälter. Der Boden kühlt aus. Wenn dann feuchte Luft über die Landschaft streift, bildet sich Nebel.

Simon, 9 Jahre, fragt:

Wie groß können Hagelkörner werden und sind sie gefährlich?

Antwort von Frau Dr. Broll:

Hagelkörner können beispielsweise die Größe eines Hühnereis erreichen. Hagel kann auch gefährlich werden: Ein starker Hagelsturm kann schlimme Verwüstungen anrichten. Er kann Fensterscheiben zerschlagen, Autodächer zerbeulen und Pflanzen zerstören. Du solltest Dich bei Hagel lieber im Haus in Sicherheit bringen, denn Beulen kannst auch Du durch dicke Hagelkörner bekommen.

Andreas, 10 Jahre fragte: Was muss man eigentlich besonders gut können, um Meteorologe zu werden?

Antwort von Frau Dr. Broll:

Um Meteorologie zu studieren, sollte man gute Noten in Physik und Mathematik haben. Außerdem sollte man sich gut mit der Arbeit an Computern auskennen und natürlich auch besondere Freude am Beobachten von Wetterereignissen haben. Verfolge doch mal etwas intensiver die Wettervorhersagen und versuche dann eigene Folgerungen zu ziehen, vielleicht macht Dir so etwas Spaß!

Celina, 9 Jahre, fragt:

Wie entsteht ein Blitz beim Gewitter und was hat es mit den Kugelblitzen auf sich? Wie berechnet man nochmal die Entfernung des Gewitters? Das hat doch mit der Zeit zwischen Blitz und Donner zu tun...

Antwort von Frau Dr. Broll:

Beim Wetterphänomen Gewitter bauen sich in der Atmosphäre große Spannungsunterschiede auf. Ein Blitz ist nichts weiter als eine elektrische Entladung in riesiger Dimension, wie Du am Himmel ja sehen kannst.

Der Kugelblitz ist eine seltene Erscheinungsform des Blitzes, er tritt meist gegen Ende eines schweren Gewitters auf. Kugelblitze haben die Form einer leuchtenden Kugel von der Größe eines Tennisballs bis zur Größe eines Fußballs, die sich relativ langsam (rollend oder springend) nahe der Erdoberfläche bewegt. Manchmal verschwinden sie geräuschlos, in anderen Fällen explodieren sie mit lautem Knall, ohne dabei größeren Schaden anzurichten.

Da der Schall des Donners mit einer Geschwindigkeit von 330 m/sec fortschreitet (Schallgeschwindigkeit), kann man den Weg, den er zurücklegt, berechnen, wenn man sich die Zeit zwischen Sehen des Blitzes und dem Hören des Donners merkt oder sogar misst. Also ist zum Beispiel bei einer Dauer von drei Sekunden zwischen Blitz und Donner, das Gewitter einen Kilometer entfernt.

Joana, 8 Jahre, fragt: Warum habe ich bei "Föhn" immer Kopfschmerzen?

Antwort von Frau Dr. Broll:

Bei Föhnwetter tritt sehr plötzlich warme trockene Luft auf. Bei Personen, die empfindlich auf Wetterwechsel reagieren, können dadurch Befindlichkeitsstörungen auftreten, die aber bald wieder verschwinden. Anscheinend reagiert Dein Körper auf solche Wetteränderungen mit Kopfschmerz. Da ich kein Mediziner bin, kann ich natürlich keine weitere Diagnose erstellen. Wenn Du darunter leidest, solltest Du mal Deinen Kinderarzt um Hilfe bitten.

Anna-Lena, 12 Jahre, fragt:

Ich würde gern wissen, ob Einwirkungen aus der Atmosphäre oder aus dem All, wie zum Beispiel Luftdruckschwankungen oder Magneteinstrahlungen, Auswirkungen auf die Stimmung oder den Gesundheitszustand des Menschen haben können.

Antwort von Frau Dr. Broll:

Extreme Luftdruckschwankungen in der Atmosphäre können das Wohlbefinden eines empfindlichen oder kranken Menschen beeinflussen, aber krank machen sie nicht. Über den krankmachenden Einfluss von Magnetstrahlen habe ich keine Erkenntnisse.

Laila, 9 Jahre, fragte: Wie können die Wetterexperten eine Wettervorhersage machen?

Antwort von Frau Dr. Broll:

Überall in Deutschland sind Wetterstationen verteilt. Dort werden Wetterelemente, wie Wind, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und so weiter gemessen, registriert und zusammengefaßt. Diese Messergebnisse werden an den Deutschen Wetterdienst in Offenbach weitergegeben. Große Computer werten die vielen Daten aus. Die Meteorologen machen anhand dieser Daten an großen Karten die Wettervorhersage für den nächsten Tag. Die hat immerhin eine Trefferquote von 87 %. Schau Dir doch am Ende der Nachrichten mal wieder so eine Wettervorhersage mit Karte an, und sieh am nächsten Tag, ob sie stimmt.

Noch mehr Spannendes zum Thema erfährst Du in WAS IST WAS Band 7 Wetter. Sonne, Wind und Wolkenbruch