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Erde

Mount Everest: Der höchste Berg der Welt

Die fremde Kultur und Religion faszinieren viele Bergsteiger im Himalaya besonders.

 

 

Eine eigentümliche Faszination geht von ihm aus: Der Mount Everest ist der höchste Berg der Erde. Im Nepalesischen wird er Himmelsgöttin genannt, auf Tibetisch heißt er Mutter des Universums. Der Mount Everest lockt immer wieder Menschen an, die seinen Gipfel erreichen wollen. Gerade im Mai werden die meisten Rekorde gemeldet, denn da herrschen die besten Bedingungen für dieses, auch heutzutage immer noch waghalsige, Unternehmen. Leider kommt es auch immer wieder Bergsteiger am Mount Everest zu Tode.

Höchster Achttausender

Der Mount Everest gehört zu den 14 Achttausendern weltweit und ist mit 8.848 Metern der höchste von ihnen. Der Mount Everest liegt im Himalaya, der wiederum das höchste Gebirge der Welt ist. Fünf Länder teilen sich dieses Gebirge: Im Norden der Gebirgskette liegt das Hochland von Tibet, das über 4.000 Meter hoch ist und zu China gehört. Im Süden setzt sich der Himalaya aus Nepal, Bhutan sowie Teilen Indiens und Pakistans zusammen.

Bewohner des Himalaya

Viele Menschen außerhalb der Städte leben als Bauern und Nomaden. Seitdem der Himalaya von westlichen Touristen als Reiseziel entdeckt wurde, ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Der gigantische Gebirgszug lockt Bergsteiger aus aller Welt an. Sie alle brauchen Unterkünfte und Gipfeltouren, die von den Einheimischen organisiert und durchgeführt werden.

Wer sind die Sherpa?

Traditionell begleiten die Sherpa Bergtouren auf den Mount Everest. Es ist aber ein weiterverbreiteter Irrglaube, dass das Wort „Sherpa“ gleichzusetzen ist mit Bergführer oder Lastenträger. Die Sherpa sind eine der zahlreichen Bevölkerungsgruppen, die im Himalaya leben. Viele von ihnen verdienen ihr Geld bei Bergbesteigungen, aber andere sind auch in ganz anderen Berufen tätig.

Fremde Kultur und Religion

Viele Reisende sind nicht nur von der eindrucksvollen Bergwelt begeistert, sondern auch von der fremden Kultur, die von Abgeschiedenheit und religiösem Leben geprägt ist. Im Himalaya treffen der Buddhismus, Hinduismus und Islam aufeinander.

Erstbesteigung

Seit den 1920er Jahren haben immer wieder Bergsteiger versucht, den höchsten Gipfel zu bezwingen. Doch es sollte bis zum 29. Mai 1953 dauern, bis Edmund Hillary und Tenzing Norgay zum ersten Mal ganz oben standen. Am 8. Mai 1978 erreichten Reinhold Messner und Peter Habeler den Gipfel des Mount Everest ohne Sauerstoffgerät.

Namensgeber

Der Name Mount Everest geht übrigens auf George Everest zurück. Der britische Offizier und Landvermesser hatte das Bergmassiv erstmals 1848 von Indien aus vermessen und als „Gipfel 15“ bezeichnet. Ihm zu Ehren wurde der Berg 1856 Mount Everest genannt. Seit 1852 gilt der Mount Everest offiziell als höchster Berg der Erde.

Noch mehr zum Thema erfährst du in WAS IST WAS Band 1 Unsere Erde. Der blaue Planet

sowie im WAS IST WAS Weltatlas