Die große Wissenswelt
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Wozu braucht der Elefant seinen Rüssel?

Fressen, duschen, Sand pusten – der Rüssel des Elefanten ist ein echtes Wunderwerkzeug. Was kann er alles damit machen? Das möchte Luisa, 7 Jahre, wissen.
Der Rüssel hat sich bei den Elefanten aus der Oberlippe und der Nase entwickelt. Der Elefant kann damit nicht nur atmen, sondern auch hervorragend riechen. Hebt ein Elefant seinen Rüssel in die Luft, kann er einen Artgenossen wittern, der fünf Kilometer weit entfernt ist.

Elefantenrüssel
Auch zum Festhalten bei Mama ist ein Elefantenrüssel wichtig. Aber den Umgang mit dem Rüssel müssen die kleinen Elefanten erst lernen.Quelle © Stephane Bedouze, Shutterstock
 


Doch der lange Rüssel ist vielmehr als ein normales Riechorgan. Er ist ein echtes Allzweckwerkzeug und auch als praktischer Greifer unverzichtbar. Da sich ein Elefant schlecht bücken kann, greift er Essbares mit dem Rüssel und steckt es sich ins Maul. Mit dem wendigen Greifarm reißt er Gräser aus dem Boden, pflückt Früchte und Blätter oder schüttelt kräftig an den Ästen der Bäume, bis das Obst auf die Erde fällt.

Zum Trinken und zur Körperpflege

Beim Trinken und Duschen kommt das lange Organ ebenfalls zum Einsatz. Bis zu zehn Liter Wasser saugt er mit dem Rüssel auf uns spritzt es sich anschließend ins Maul oder zur Abkühlung über den Körper. Auch Sand und Staub befördert er mit Hilfe des Rüsselsaugers auf seinen Rücken. So pflegt der Riese seine empfindliche Haut und baut eine Schutzschicht auf gegen Zecken und Ungeziefer.

Kommunikation per Rüssel

Mit dem Rüssel können sich Elefanten auch untereinander verständigen. Wenn zwei Tiere gegenseitig ihre Rüssel umschlingen, ist das fast wie ein herzlicher Händedruck bei uns Menschen. Denn die geselligen Dickhäuter begrüßen auf diese Art andere Tiere aus ihrer Herde. Und mit einem lauten Trompetenstoß warnen sie Artgenossen vor drohender Gefahr.

Kraft und Feingefühl

Das vielseitige Organ vereint Kraft und Feingefühl. Mühelos hebt ein Elefant einen Ast oder Baumstamm mit seinem Rüssel hoch, im Kampf wird er zur gefährlichen Schlagwaffe. Aber er kann sich damit auch vorsichtig Sand aus dem Auge reiben. Rund 40.000 Muskeln, die sich längs und quer durch den Rüssel ziehen, machen ihn stark und beweglich zugleich. Am Ende des Rüssels befindet sich der Rüsselfinger (zwei beim Afrikanischen Elefanten, einer beim Asiatischen Elefanten), mit dem Elefanten kleine Dinge ertasten und greifen können.

Früh übt sich

Übrigens: Kleine Elefantenkinder können nicht von Geburt an mit dem Rüssel umgehen. Sie müssen greifen, saugen und tasten erst lernen.

Noch mehr Spannendes zum Thema erfährst du in WAS IST WAS Band 86 Elefanten. Die grauen Riesen