Die große Wissenswelt
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Wie unterscheidet man Warm- und Kaltblüter?

Pferde teilt man nach ihrem Temperament und ihrem Körperbau auch in Voll-, Warm- und Kaltblut ein. Nadine, 9 Jahre, möchte wissen was den Unterschied ausmacht.

Kaltblut
Ein Belgisches Kaltblut, wie vorne im Bild, ist perfekt für schwere körperliche Arbeit, zum Beispiel als Zugpferd, geeignet.Quelle: © Sari ONeal, Shutterstock.
 

Die Bezeichnung „Warmblut“ oder "Kaltblut" kommt nicht von der Körpertemperatur des Pferdes - die liegt immer bei 38 Grad Celsius. Abgeleitet wird dieser Begriff vom Temperament des Pferdes, das heißt, ob es eher heißblütig ist oder ruhig und gelassen.

Der Begriff "Vollblut" wurde aus dem Englischen abgeleitet und bedeutet, dass ein Pferd "völlig durchgezüchtet" ist. Das heißt, nur Pferderassen, die schon sehr lange nur innerhalb ihrer Rasse auf Schnelligkeit gezüchtet werden, dürfen diesen Namen tragen. Dazu gehören das Arabische Vollblut oder auch das Englische Vollblut, das vor allem für Pferderennen gezüchtet wird.

Was ist ein Warmblut?

Als "Warmblut" werden Pferde bezeichnet, die aus ursprünglichen Landzuchten mit Vollblütern entstanden sind. Die Warmblüter werden für verschiedene Verwendungszwecke gezüchtet. Diese Pferde eignen sich für das Reiten, aber auch als Zugpferde. Beispiele sind ostpreußische Trakehner, aber auch Hannoveraner und Holsteiner. Die kräftigsten Warmblüter sind Oldenburger und Ostfriesen.

Was ist ein Kaltblut?

Mit Kaltblut bezeichnet man ein Pferd mit schwerem Körperbau und ruhigem Wesen. Kaltblüter sind für schwere Arbeit geeignet, zum Beispiel, um Brauereiwagen zu ziehen oder Holz zu transportieren. Beispiele sind Belgier, das englische Shire-Horse oder der dänische Jütländer.

Noch mehr zum Thema Pferde erfährst du in WAS IST WAS Band 27 Pferde. Von frechen Fohlen und wilden Mustangs sowie in WAS IST WAS Pferde und Ponys