Die große Wissenswelt
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Wie entsteht ein Hurrikan?

In der Mitte des Hurrikans ist gut das Zentrum, das so genannte "Auge" zu erkennen. Es kann einen Durchmesser von bis zu 70 Kilometer haben.
Quelle: © solarseven, Shutterstock.

 

Hurrikane oder Hurrikans (im Englischen) sind tropische Wirbelstürme , die im Gebiet des Nordatlantiks auftreten. Hurrikane bilden sich im Sommer und Herbst und können sich über Hunderte von Kilometern ausbreiten.  Hurrikan "Irene" war Ende August 2011 ein Wirbelsturm von gigantischem Ausmaß: Er deckte an der nordamerikanischen Atlantikküste sogar eine Fläche so groß wie Europa ab.

Hurrikan-Zeit im Spätsommer

Wirbelstürme entstehen im Spätsommer über tropischen Meeren, wenn die Wassertemperatur mindestens 26 Grad Celsius beträgt. Dann verdunsten durch die Sonne unglaubliche Wassermengen über dem aufgeheizten Ozean. Dieser Dampf steigt auf und an der Wasseroberfläche wird Luft nachgesaugt.
Bis zu 300 Stundenkilometer schnell

So beginnt sich die von den Seiten nachströmende Luft zu drehen. Das Gleiche könnt ihr beobachten, wenn Wasser in einen Abfluss fließt. Es entsteht ein trichterförmiger Wirbel. In der Mitte - dem Auge des Hurrikan - ist es vollkommen ruhig. Dieses Auge kann einen Durchmesser von 20 bis 70 Kilometer haben. Um diese Mitte kreisen gewaltige Stürme. Sie können eine Geschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometer erreichen.

Was ist ein Tornado?

Im Gegensatz zum Hurrikan bildet sich ein Tornado nicht über dem offenen Meer, sondern über dem Festland, im Landesinneren von Amerika, im weiten, flachen Land. Der Tornado ist ein kleinräumiger, aber oft verheerender Wirbelsturm.


Beim Tornado steigt unter einer großen Gewitterwolke Warmluft spiralförmig nach oben. Dabei werden die Drehbewegungen immer schneller, wie bei der Pirouette eines Eiskunstläufers. Schließlich wird an der Unterseite der Wolke eine Art Schlauch sichtbar, der zur Erde führt. Es entsteht ein Sog und sobald dieser Luftschlauch den Boden berührt, reißt er alles in die Höhe, was ihm in den Weg kommt.

Schwächt der Tornado ab, lässt er alles wieder fallen. Tornados können bis zu 500 Stundenkilometer und mehr erreichen. Sie sind unberechenbare Naturgewalten und haben eine extreme Zerstörungskraft.

Noch mehr Spannendes zum Thema erfährst Du in WAS IST WAS Band 74 Naturgewalten. Unberechenbar und mächtig