Die große Wissenswelt
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Warum fressen Tiere im Wald so gerne die Baumrinde der Bäume?

Ist euch beim Waldspaziergang auch schon einmal aufgefallen, dass bei Fichten und Kiefern oft Rindenstücke abgeknabbert sind?

Tiere und Baumrinde
Tiere nutzen die Baumrinden gerne als Notnahrung. Quelle: © Agustin Esmoris, Shutterstock.
 

Wälder in Mitteleuropa

Unsere Wälder in Mitteleuropa sind oft aufgeforstete Fichten- und Kiefernmonokulturen. Monokultur heißt, dass statt unterschiedlicher Baumarten lange Zeit Wälder mit nur einer Baumart bepflanzt wurden - eben Kiefern oder Fichten. Die Nadelbäume wurden in dichten Reihen gepflanzt, um den Wald einfacher zu bewirtschaften und gute Holzernten zu erzielen.

Baumrinde als Notnahrung

Für die Menschen mag das ein Vorteil sein, für die Tiere nicht: Statt der flächendeckenden Mischwälder mit Unterholz, Gestrüpp und Pflanzen, finden die Wildtiere in den Monokulturen nur wenig zu fressen. Rehe oder auch Elche in Skandinavien weichen erst dann auf Rinde als Nahrung aus, wenn sie nach einem langen Winter keine kleinen Äste und Blätter mehr finden.

Unterschiedliche Nutzung von Baumrinden

Biber haben auf dem Speiseplan ebenfalls Baumrinde – am liebsten von Weiden und Pappeln. Auch kleine Nagetiere wie Schlafmäuse oder Bilche fressen Rinde. Verschiedene Vögel suchen unter der Rinde nach Insektenlarven. Bäume die durch Wildverbiss stark abgeschält wurden, müssen gefällt werden.

Du willst noch mehr über den Wald und seine Bewohner erfahren? Hier kommst du zu unserem WAS IST WAS Band 134 Wald. Mehr als nur Bäume.