Die große Wissenswelt
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Wälder schützen: Mit Schulheften aus Recyclingpapier

Was hat Schule mit Klimaschutz zu tun? Eine ganze Menge. Ihr könnt zum Beispiel Schulhefte aus Recyclingpapier benutzen und somit unsere Wälder schützen. Achtet beim Einkaufen einfach auf umweltfreundliche Symbole wie den Blauen Engel.

Recycling-Schulhefte

Jeder neu gepflanzte Baum ist ein kleiner Schritt für die CO2-Bilanz unseres Planeten.Quelle: ©Pavel L Photo and Video, Shutterstock
 

Im Moment ist nur etwa jedes 10. Schulheft aus Recyclingpapier (to recycle = englisch für wiederverwerten). Aber diese Zahl ist steigerbar, meinst du nicht? Zumal die neuen Öko-Schulhefte nicht mehr so langweilig grau aussehen wie früher. Trotz 100 Prozent Altpapier lässt sich zum Beispiel das weiß der Blauen-Engel-Hefte kaum noch von Frischfaserpapier unterscheiden.

Energie sparen leicht gemacht

Die Vorteile der umweltschonenden Schulhefte liegen auf der Hand. Prangt etwa ein Blauer Engel auf dem Einband, ist kein einziger Baum für die Produktion gefällt worden. Und schon mit etwa tausend Blatt Umweltpapier das sind etwa zwei Klassensätze Schulhefte lässt sich so viel Energie sparen, wie 70 Computer samt Bildschirm an einem Arbeitstag benötigen.

WAS IST WAS auf FSC-Papier

Der TESSOFF Verlag geht übrigens mit gutem Beispiel voran. Unsere WAS IST WAS-Bücher werden auf umweltschonendem FSC-Papier gedruckt. FSC bedeutet "Forest Stewartship Council" und ist eine gemeinnützige Organisation, die nachhaltige, verantwortungsvolle Forstwirtschaft betreibt, um die Wälder auch für die kommenden Generationen zu schützen und zu bewahren.

Was ist eigentlich Altpapier?

Aber was bedeutet eigentlich Altpapier und wie wird es hegestellt? Recyclingpapier besteht aus wiederverwertetem Altpapier. Für seine Herstellung werden nicht nur die Wälder geschont, man braucht auch zwei Drittel weniger Wasser und Energie. In Deutschland sind vor allem Zeitungen und Verpackungen aus Altpapier gemacht.

Aus alt mach`neu!

Und so funktioniert die Produktion: Der Rohstoff Altpapier wird in Wasser und Chemikalien in seine Fasern aufgespalten. Druckfarben und Verunreinigungen können mit einem speziellen Verfahren, das "De-Inking" (ink = engl. für Tinte) heißt, entfernt werden. Dabei quellen die Fasern in einem Becken auf und die Schmutzpartikel verbinden sich mit aufsteigenden Luftblasen.

Aus Holz wird Frischfaserpapier

Wesentlich aufwendiger ist es dagegen Frischfaserpapier herzustellen, das aus Zellstoff gewonnen wird. Der Rohstoff dafür ist Holz. Um den Zellstoff vom Holz zu trennen, wird es ca. 4 Stunden unter hohem Druck bei 160° C in einer alkalischen Schwefelsalzlösung gekocht. Die nicht benötigten Reststoffe werden verbrannt. Anschließend wird der braune Zellstoff in mehreren Schritten mit Chlor- oder Sauerstoffverbindungen gebleicht und immer wieder in einer großen Trommel gewaschen.

Jeder kann mithelfen

Auch Altpapier kann nicht unendlich oft wiederverwertet werden. Aber etwa 5 oder 6 Mal werden Papierfasern recycelt. Eine große Ersparnis, wenn man bedenkt, dass 11,5 Millionen Schüler zur Schule gehen und jedes Jahr ca. 200 Millionen Schulhefte kaufen. Also mach dir Gedanken, wenn mal wieder ein Heft voll ist und du das nächste anschaffen musst.

Du willst noch mehr über den Wald und seine Bewohner erfahren? Hier kommst du zu unserem WAS IST WAS Band 134 Wald. Mehr als nur Bäume.