Die große Wissenswelt
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1801: Washington wird die neue Hauptstadt der USA

Am 4. März 1801 wurde Thomas Jefferson als erster US-Präsident in der neuen Hauptstadt Washington in sein Amt eingeführt. Bis 1800 war Philadelphia Hauptstadt der USA.

 

Jede Nation hat eine Hauptstadt, in der die Regierung sitzt und ausländische Botschafter untergebracht sind. Aber Hauptstädte können wechseln. In Deutschland war in von 1949 bis 1990  im Westteil Bonn der Regierungssitz., im Ostteil, der DDR, war es Ost-Berlin. Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober wurde Berlin ab 20. Juni 1991 gemeinsame deutsche Hauptstadt. Wie war das in den USA?
 

New York als erste Hauptstadt

Die USA haben in ihre Geschichte schon drei Hauptstädte gehabt. Die erste Hauptstadt von 1788 bis 1790 war New York. Der erste Präsident der USA, George Washington, wurde hier vereidigt. Er wollte keine der existierenden Städte bevorzugen und gab darum Bau und Planung einer neuen Stadt in Auftrag, die zur Hauptstadt werden sollte Washington, D.C.

Bis zur Fertigstellung Washingtons war Philadelphia zehn Jahre lang, von 1790 bis 1800, die zweite Hauptstadt der USA. Philadelphia ist eine der ältesten Städte der USA, sie wurde schon 1681 gegründet. Sie liegt im Bundesstaat Pennsylvania, einem Nachbarstaat von New York.

Sowohl die Unabhängigkeitserklärung als auch die Verfassung der USA wurden in Philadelphia verkündet. Als die Unabhängigkeitserklärung verkündet wurde, läutete die bekannte Freiheitsglocke, die Liberty Bell. Der Name der Stadt kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt "Bruderliebe".

Washington, D.C.

1800 wurde schließlich das Kapitol in Washington, D.C., fertiggestellt. Jetzt konnte die Regierung endlich in die neue Hauptstadt umziehen. Das Kürzel D.C. heißt District of Columbia, in Erinnerung an den Entdecker Amerikas, Christoph Kolumbus.

Dieser neue und eigenständige Regierungsbezirk wurde auf Gebiet der benachbarten Staaten Maryland und Virginia gebildet und zu einem eigenen Staatsgebiet ausgerufen. Dadurch sollte verhindert werden, dass Politiker eines Bundesstaates Einfluss auf die Politik der Staatsregierung nehmen konnten.

Jefferson, der erste Präsident

Der erste Präsident, der in der neuen Hauptstadt vereidigt wurde, war Thomas Jefferson. Am 4. März 1801 wurde er in sein Amt eingeführt, man sagt auch inauguriert. Eine seiner buchstäblich größten Leistungen war die Verdoppelung des Staatsgebiets. Damals erstreckten sich die USA noch nicht von Ost nach West über den amerikanischen Kontinent sondern beschränkte sich auf die Ostküste.

Jefferson kaufte den Franzosen das gesamte von ihnen besetzte Gebiet zwischen Mississippi und den Rocky Mountains für den Preis von 11.250 000 Dollar ab (damals war der Dollar viel mehr wert als heute). Außerdem hatte er mit seinen Ideen und Ansichten großen Einfluss auf die Väter der amerikanischen Verfassung, die Freiheit des Individuums als höchstes Gut ansahen.