Die große Wissenswelt
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Entdeckungen beim Waldspaziergang

Wenn ihr durch den Wald geht, könnt ihr allerhand Entdeckungen am Wegrand machen. Deshalb Augen auf! Hier erfahrt ihr mehr über das Lesen von Fährten, das richtige Verhalten bei der Begegnung mit Wildtieren oder was man mit verlassenen Jungtieren machen soll.

Beim Spaziergang durch den Wald gibt es eine Menge zu entdecken. Quelle: © , Shutterstock
 

Die meisten Wildtiere sind sehr scheu, deshalb bekommen wir sie nur selten zu sehen. In freier Wildbahn können uns Fährten und andere Hinterlassenschaften der Tiere Aufschluss darüber geben, wer hier zu Hause ist. Doch nicht nur die Art der Tiere könnt ihr an den Fährten, dem Kot und Fraßspuren erkennen. Ihr könnt daran auch ablesen, ob ein Tier auf der Flucht war oder ob es gemächlich durch den Wald ging, ob es auf einen Artgenossen oder ein anderes Tier getroffen ist oder ob es vielleicht sogar zu einem Kampf gekommen ist. Ihr seht schon, es handelt sich dabei um eine geradezu detektivische Arbeit. 

Tierbegegnungen

Wer in der Morgen- oder Abenddämmerung im Wald unterwegs ist, kann in seltenen Fällen Hirschen, Rehen oder Wildschweinen begegnen. Hirsche und Rehe werden als Fluchttiere keine Konfrontation mit Menschen suchen.
 
Trefft ihr jedoch auf einen Keiler, also ein männliches Wildschwein, oder aber auf eine Bache mit Frischlingen (weibliches Wildschwein mit Jungtieren), dann solltet ihr euch möglichst ruhig verhalten und euch ohne Hast von dem Tier entfernen.

Drohgebärden reizen Wildschweine zum Angriff und dann kann es für euch gefährlich werden. Solltet ihr einen Hund dabei haben, müsst ihr ihn im Wald immer an der Leine führen. Ein Kampf zwischen Wildschwein und Hund kann für euren Vierbeiner nämlich böse ausgehen. 

Was ist mit verlassenen Jungtieren?

Wer ein Rehkitz im Wald findet, sollte dieses auf keinen Fall anfassen. Die Mutter ist in der Regel nicht weit entfernt und das Jungtier nur scheinbar allein. Wenn ihr das Kleine hochnehmt, riskiert ihr, dass die Mutter es nicht mehr als ihr Kind erkennen kann, da es plötzlich nach Mensch riecht. Dann wird es wirklich zu einem verlassenen Bambi! Am besten ihr benachrichtigt in so einem Fall den zuständigen Jäger, der sich dann darum kümmert.

Und was ist mit Vögeln, die aus dem Nest gefallen sind?

Auch Jungvögel, die das Nest verlassen haben, bevor sie fliegen können, sind nicht automatisch schutzlos. Die meisten werden weiterhin von ihren Eltern gefüttert, die sich in der Nähe aufhalten. Häufig haben die Kleinen auf diese Weise sogar bessere Überlebenschancen. Denn ein Nest mit mehreren Jungtieren ist für einen Beutegreifer wie Eichhörnchen oder Elster sehr interessant. Bevor ihr also voreilig einen Jungvogel mitnehmt, müsst ihr erst mindestens eine Stunde aus sicherer Entfernung heraus beobachten, ob er tatsächlich verlassen ist oder ob sich seine Eltern nur gut verborgen gehalten haben.

Du willst noch mehr über den Wald und seine Bewohner erfahren? Hier kommst du zu unserem WAS IST WAS Band 134 Wald. Mehr als nur Bäume.