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Das Schnabeltier: Ein eierlegendes Säugetier

Schnabeltier

Elche waren noch im Mittelalter bei uns stark verbreitet. Seit einigen Jahren kehren vereinzelte Tier nach Deutschland zurück.

 

Ein Säugetier, das Eier lebt wie ein Vogel oder Reptil und seine Jungen säugt? Gibt es nicht? Gibt es doch! Das Schnabeltier, das auf den ersten Blick wie eine Kreuzung aus Biber und Ente wirkt, und in Flüssen und Seen Australiens zu Hause ist.

Geschickter Schwimmer

Das Schnabeltier ist bis zu 60 Zentimeter lang, braun und hat ein seehundartiges Fell. Wegen der Schwimmhäute an Vorder- und Hinterfüßen ist es ein geschickter Schwimmer. Beim Rudern ist ihm der flache Schwanz behilflich. Der platte Hornschnabel, an dessen Spitze die Nasenlöcher liegen, erinnert an eine Ente. Hier befinden sich auch sensible Tastorgane. So verliert das Tier unter Wasser nicht die Orientierung.

Am frühen Morgen und abends geht das Schnabeltier auf Nahrungssuche. Am liebsten frisst es Insektenlarven, Krebse, Schnecken, Würmer und kleine Fische. Tagsüber verkriecht es sich in tiefe Höhlen, die es selbst gegraben hat. Diese Höhlen können bis zu 18 m in das Flussufer hineinreichen.

Das Seltsamste an diesem ungewöhnlichen Tier ist: Obwohl es ein Säugetier ist, legt es Eier und brütet diese aus. Das Weibchen zieht sich nach der Paarung in die mit Blättern ausgepolsterte Höhle zurück und legt dort etwa nach einem Monat bis zu drei Eier.

Vier Monate in der Bruthöhle

Die Jungen schlüpfen nach etwa zehnTagen. Dann werden sie von ihrer Mutter mit Milch gesäugt. Dafür fließt die Milch aus Drüsen am Bauch der Mutter heraus. Die Kleinen lecken die Milch instinktiv auf. Während der Brutzeit stopft das Weibchen den Zugang der Höhle zu, um das Eindringen von Räubern zu verhindern. Erst nach vier Monaten verlassen die Jungtiere zum ersten Mal die Höhle.

Giftiges Männchen

Das Schnabeltier-Männchen ist eines der wenigen giftigen Säugetiere. An seinen Hinterfüßen befinden sich Giftsporen. Damit kann er in der Paarungszeit lästige Rivalen vertreiben. Aber auch in anderen Situationen können ihm diese Sporen eine nützliche Waffe sein.

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