Die große Wissenswelt
Die große Wissenswelt

Das Curly Horse: Das Pferd für Tierhaarallergiker

Viele Mädchen und auch Jungen träumen davon, zu reiten oder sogar ein eigenes Pferd zu besitzen. Doch oft endet das Hobby bereits bevor es richtig begonnen hat. Denn etwa 500.000 Menschen in Deutschland sind allergisch gegen Pferde. Wie Betroffene diesen Sport trotzdem ausüben können und was das Curly Horse damit zu tun hat, erfährst du hier.

Ein Curly Horse mit der typischen Lockenmähne. Quelle: © R Kochmarjova, Shutterstock
 

Das auffälligste Merkmal der aus Nordamerika stammenden Rasse ist ihr Fell. Im Sommer ist es glatter, im Winter dafür richtig gelockt. Genauso wie die Mähne und der Schweif. Sie haben sogar Locken an den Ohren. Das Fell ist deshalb so beschaffen, weil die Curly Horses teilweise extremen Temperaturen ausgesetzt sind und somit sowohl hitze- also auch kälteunempfindlich sind.

Auch für Allergiker

Selbst der Geruch der Curly Horses ist anders, denn sie riechen wie Wolle. Man könnte auch sagen, es sind Pferde im Schafpelz. Dass sie keine Allergien hervorrufen, ist inzwischen sogar wissenschaftlich erwiesen. Grund hierfür ist eine ganz bestimmte Proteinzusammensetzung ihrer Haut. Protein ist ein anderes Wort für Eiweiß, aus dem die Zellen von Lebewesen aufgebaut sind. Ihre oberste Hautschicht enthält weniger allergieauslösende Proteine als die von anderen Pferden. Somit sind Curlys wirklich für jeden geeignet, egal ob Allergiker oder nicht.

Trittsicher und nervenstark

Darüber hinaus glänzt das Curly Horse noch mit weiteren guten Eigenschaften. Die zwischen 1,30 und 1,60 Meter großen Tiere gelten als sehr ausgeglichen, neugierig und vielseitig. Aufgrund ihrer Trittsicherheit und Nervenstärke eignen sie sich bestens für Wanderritte im Gelände oder für Westerndisziplinen. Spezielle Gangarten sind ebenfalls angelegt.

Spezielle Gänge

So beherrscht das Curly den so genannten Pass. Das ist eine Gangart, die sonst nur die Islandpferde kennen. Dabei läuft das Pferd in gestreckter Haltung und tritt abwechselnd mit den Beinpaaren der gleichen Köperseite auf. Zudem beherrschen sie den starken Trab und auch den Tennessee Walk, der für das "Tennessee Walker Horse" typisch ist. Hierbei sind immer drei Hufe am Boden, was mehr Gangsicherheit gibt. Man kann es sich als eine Art schnelleren Schritt vorstellen.

Das Curly Horse ist also ein echter Allrounder und eine Hoffnung für alle Allergiker. Inzwischen findet die Rasse immer mehr Anhänger in Deutschland.

Du willst mehr über Pferd wissen? Hier kommst Du zu unserem Band 27 WAS IST WAS Pferde. Von frechen Fohlen und wilden Mustangs