Die große Wissenswelt
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Borneo: Gibt es bald keine Orang-Utans mehr?

Orang Utans

Durch die Rodung des Regenwaldes werden Orang Utans immer weiter ins Abseits gedrängt.Quelle: © Matey Hudovernik, Shutterstock
 

Der Regenwald von Borneo ist der älteste der Erde und Heimat einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Bekannt ist er vor allem als Wohnort der Orang-Utans, die hier weltweit ihre größte Population haben. Doch während der Wald vor 30 Jahren noch 80 Prozent der Insel bedeckte, ist er jetzt nur noch halb so groß.

 

Für die Orang-Utans ist diese Entwicklung eine Katastrophe. Die faszinierende Menschenaffenart mit dem rotbraunen Zottelfell und den grau-bläulichen Gesichtern lebt fast ausschließlich in den Regenwäldern von Borneo und Sumatra. Doch durch die rasante Abholzung des indonesischen Tropenwalds können die Baumbewohner inzwischen nur noch einen kleinen Lebensraum ungestört für sich beanspruchen. 

Nahrung und Schlafplätze gehen verloren

Neben den Bäumen, die die Orang-Utans als Schlafplätze nutzen, geht den Menschenaffen auch ein Großteil ihrer Nahrung verloren. Früher gab es Baumrinde, Feigen und andere nahrhafte Früchte im Überfluss. Doch jetzt bietet der Wald nur noch magere Kost. Denn immer mehr Nahrungsbäume fallen der Säge zum Opfer – pro Jahr werden 1,3 Millionen Hektar abgeholzt

Skrupellose Tierhändler

Während der Regenwald früher dicht und üppig wie eine grüne Wand war, führen jetzt breite Schneisen in sein Innerstes. So haben die Holzfäller auch Wilderern und skrupellosen Tierhändlern den Weg geebnet. Sie jagen vor allem junge Orang-Utans, die dann auf dem Schwarzmarkt für teures Geld verkauft werden. Da die Mütter ihre Jungen nicht kampflos hergeben, müssen auch sie häufig sterben. 

Dschungelmensch

Leider gibt es in Indonesien wie überall auf der Welt Menschen, die aus der Natur und ihren hilflosen Bewohnern Profit schlagen. Im Grunde sind die Menschen den Affen dort aber sehr zugetan, nennen sie ehrfürchtig "Orang Utan", was in ihrer Sprache so viel wie "Dschungelmensch" bedeutet. Dennoch liegt die Anzahl der Primaten, die heute auf Borneo leben, nur noch zwischen 10.000 und 15.000 Exemplaren. 

Der WWF schützt die Orang-Utans

Viele Naturschutzorganisationen wollen die Orang-Utans vor dem Aussterben bewahren. Eine davon ist der World Wildlife Found (WWF). Er setzt sich dafür ein, dass das illegale Baumfällen auf Borneo gestoppt und ein Großteil des Waldes unter Schutz gestellt wird.

Population bewahren

Der WWF hat das Ziel, die Population der Menschenaffen zumindest zu halten. Damit die Orang-Utans auch in Zukunft Schlafplätze und genug zu essen haben, werden Nest- und Nahrungsbäume angepflanzt. Außerdem werden Wildhüter auf Kontrollgänge geschickt, um Wilderern das Handwerk zu legen.

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