Die große Wissenswelt
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Alpakas: Flauschige Hochlandbewohner

Alpakas wurden in Südamerika schon vor etwa 3000 Jahren als Haustiere gezähmt.Quelle: © PavelSvoboda, shutterstock

 

Alpakas sind Verwandte der Lamas und können genauso spucken. Es sind sehr gesellige Tiere und sind schon seit 5000 Jahren Haustiere des Menschen. Sie leben in Südamerika. Wegen ihres flauschigen Aussehens und dem Fell, aus dem man hochwertige Wolle macht, sind Alpakas bei den Menschen dort sehr beliebt.
Alpakas leben im Westen des südamerikanischen Kontinents. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst die Andengebiete von Ecuador, Peru, Nord-Bolivien und Nord-Chile, wo sie im Gebirge zwischen 3500 und 5000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel grasen. Alpakas sind sehr gesellige Tiere und leben in Familiengruppen mit einem dominanten Männchen und Weibchen mit deren Jungen.

Es gibt keine wilden Alpakas mehr, da sie alle bereits vom Menschen als Haustier gehalten werden. Das Alpaka ist ein Pflanzenfresser und ernährt sich fast ausschließlich von Gras. Um diese Kost verdauen zu können, hat es, wie alle Kamele, einen dreiteiligen Magen. Insgesamt gibt es derzeit etwa 3 Millionen Tiere dieser Art.

Wie verhält sich ein Alpaka?

Das Alpaka zeichnet sich durch ein sehr soziales Verhalten aus. Die Bande in der Herde sind sehr stark. Die intelligenten Tiere haben ein freundliches und neugieriges Wesen und lassen sich von ihrem Besitzer ohne Probleme berühren, wenn sie ihn akzeptiert haben.

Das Alpaka gibt meist brummende Laute von sich. Nur wenn es sich bedroht fühlt, quietscht und kreischt es, um seine Artgenossen zu warnen. Alpakas betreiben intensive Körperhygiene und unterhalten sogar einen gemeinsamen Dunghaufen. Die Weibchen gehen mitunter sogar gemeinsam aufs Klo und stellen sich in einer Reihe vor dem Dunghaufen auf.

Wie das Lama, kann ein Alpaka auch spucken. Zwar ist das, was das Alpaka spuckt manchmal wirklich nur Spucke und Luft, doch viel häufiger handelt es sich hierbei um giftige Magensäfte und halb verdautes Gras. Das Alpaka würgt diese hoch und spuckt sie auf das Ziel seiner Wahl, zum Beispiel dann, wenn man ihm sein Futter wegnimmt. Es kommt aber auf den Charakter des Tieres an, wann und wie oft es spuckt. Zur Verteidigung setzen Alpakas außerdem ihre Hufe ein, die einem Blutergüsse und Schnittwunden zufügen können.

Das Fell der Alpakas


Insgesamt gibt es 52 verschiedene natürliche Farbtöne bei Alpakas. Man schert die Alpakas regelmäßig und macht aus dem Fell Wolle. Diese Wolle ist leicht, schimmert und ist wärmer als Schafswolle. Man stellt daraus Decken, Pullover, Socken, Mäntel, Mützen und die in Südamerika sehr beliebten Ponchos her.

Das Alpaka als Haustier

Etwa 3000 vor Christus wurde das Alpaka als Haustier vom Menschen gezähmt. Schon damals schätzten die Bewohner Südamerikas die feine, hochwertige Wolle des Tieres und setzten es deshalb nicht als Lastentier, wie das Lama, ein. Bis zur Eroberung des Landes durch die Spanier züchteten die Inkas riesige Apaka-Herden. Doch die Eroberer brachten Schafe mit und vernachlässigten das einheimische Tier so sehr, dass es fast ausgestorben wäre. Erst als die Kolonialherren aus Spanien das Gebiet verließen, nahm man die Zucht wieder auf, so dass sich der Bestand wieder erholen konnte.

Noch mehr zu spannenden Tieren erfährst du in WAS IST WAS Band 13 Wilde Tiere. Ungezähmt in der Wildnis