Die große Wissenswelt
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Was bedeutet Eiszeit?

Eiszeit – das klingt erst einmal ziemlich ungemütlich! Was bedeutet das eigentlich? Das möchte Mario, 10 Jahre, wissen.

Eiszeit
Trotz widriger Bedingungen schafften es Menschen wie die Neandertaler während der Eiszeit zu überleben.Quelle: © MariskaVegter, Shutterstock.
 

Als Eiszeit werden in der Erdgeschichte Perioden bezeichnet, in der mindestens einer der Pole komplett vergletschert war oder ist. Wichtig: Es gibt nicht die eine Eiszeit. Nahezu für jede Periode der Erdgeschichte gibt es Spuren von Vergletscherungen. 

Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass es mindestens vier große Eiszeitepochen oder Eiszeitalter in der Geschichte der Erde gegeben hat. Das letzte und derzeitig noch andauernde Eiszeitalter begann vor etwa 2,5 Millionen Jahren. Dieses sogenannte quartäre Eiszeitalter ist durch einen Wechsel von Kalt- und Warmzeiten geprägt. In den letzten 500 000 Jahren wurden vier Kalt- und drei dazwischen liegende Warmzeiten nachgewiesen. Wir stecken also noch mittendrin in der Eiszeit. Allerdings leben wir in einer Wärmephase eines Kältezeitalters. Zuletzt ist es vor etwa 11.000 Jahren merklich wärmer geworden.

Wechselndes Klima

Warum es in den letzten 600 Millionen Jahren auf der Erde immer wieder im rhythmischen Wechsel zu kalten und warmen Perioden kam, ist nicht ganz klar. Kosmische Staubwolken oder große Vulkanausbrüche könnten dazu geführt haben, dass sich die Strahlungsmenge der Sonne auf der Erde verringert hat. Auch die sich verändernde Lage der Erde in ihrer Sonnenumlaufbahn könnte die zunehmende Vereisung ausgelöst haben.

Die letzte Eiszeit

Während der Kaltphase der noch andauernden Eiszeit, die vor 2 Millionen Jahren begann und vor 10.000 Jahren endete, war Nordeuropa zum Teil von einer kilometerdicken Eisschickt bedeckt. Die riesigen Eismassen haben durch enormen Druck unseren Kontinent geformt und geprägt wie er heute ist, Berge und Täler, Ebenen und Seen geschaffen.

Leben in der Eiszeit?


Dennoch existierten während der dieser unwirtlichen Zeit Lebewesen, die sich anzupassen wussten – etwa der Neandertaler oder der homo heidelbergensis. Auch große Landsäugetiere wie Mammut, Säbelzahntiger, Höhlenlöwe und –bär lebten während der Eiszeit.