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Wie ist das, blind zu sein?

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Wie ist das, blind zu sein?

Der jährlich am 15. Oktober stattfindende Aktionstag der Blinden, der Tag des weißen Stockes, ist Höhepunkt und Abschluss der Woche des Sehens. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband informiert dieses Jahr unter dem Motto Wie ist das, blind zu sein? über die Alltagsprobleme der 145.000 blinden Menschen in Deutschland.

Vom 9. bis 15. Oktober wird mit einer Vielzahl an bundesweit stattfindenden Aktionen auf die Bedeutung von gutem Sehvermögen, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie auf die Situation blinder Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam gemacht. Rund fünf Millionen Kinder unter 15 Jahren sind in Ländern der Dritten Welt blind oder stark sehbehindert - und haben in der Regel keine Chance, eine Schule zu besuchen


Veranstaltungen zum Tag des weißen Stockes gibt es auch in deiner Stadt. Überall in Deutschland können interessierte Besucher sich einen Überblick über die verschiedenen Hilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte verschaffen. Ein Augenarzt und ein Optikermeister informieren und beraten über Augenerkrankungen und die verschiedenen Sehhilfen. Blinde und Sehbehinderte ehrenamtliche Mitarbeiter des BSBH berichten über ihre Arbeit und darüber, wie sie ihr Alltagsleben organisieren.

Schülerwettbewerb

Der Wettbewerb Schau mal lädt Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse ein, sich kreativ mit Sehen und Blindheit zu befassen. Schüler erarbeiten gemeinsam ein kreatives Projekt zu den Themen Blindheit verstehen und Blindheit verhüten. Dadurch entdecken sie ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten und entwickeln Verständnis für die Situation blinder und sehbehinderter Menschen. So lernen sie das eigene Sehvermögen wieder neu als etwas Wertvolles und nicht Selbstverständliches zu entdecken (Teilaspekt Blindheit verstehen).


In Deutschland leben rund 145.000 blinde und über 500.000 sehbehinderte Menschen, wovon 21.000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind.

Mit dem Schülerwettbewerb wollen die Träger der Woche des Sehens die Kinder für die Lebenssituation dieser Menschen sensibilisieren und ihnen zeigen, wie blinde und sehbehinderte Menschen ihren Alltag bewältigen. Um dies möglichst anschaulich zu machen, bieten Betroffene aus den örtlichen Blinden- und Sehbehindertenvereinen an, im Rahmen des Schülerwettbewerbs die Schulklassen - zum Beispiel mit einem Blindenführhund - zu besuchen und aus ihrem Alltag zu erzählen.

Blindheit verhüten

In einem zweiten Schritt setzen sich die Kinder mit dem Zusammenhang zwischen häufigen Augenkrankheiten und Armut in den Entwicklungsländern auseinander (Teilaspekt Blindheit verhüten). 90 % aller blinden Menschen weltweit leben in den armen Ländern. 80 % müssten nicht blind sein, wenn ihnen rechtzeitig die notwendige Hilfe zuteil würde.

Mit der aktuellen Kampagne VISION 2020 das Recht auf Augenlicht verfolgen die Christoffel Blindenmission, das Hilfswerk der Deutschen Lions und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit das Ziel, dass bis zum Jahr 2020 auch in den armen Ländern niemand mehr an einer Krankheit erblindet, die heilbar und verhütbar ist. Der Schülerwettbewerb Schau mal! möchte auch dieses Anliegen an Schulen bekannt machen.

Mehr über den Schülerwettbewerb erfährst du hier.

Weitere Infos: www.woche-des-sehens.de, www.cbm.de

Text: RR 9. 10. 2006
Bild: CBM-Pressestelle

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