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Wer ist eine Wöchnerin?

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Wer ist eine Wöchnerin?

Wöchnerin nennt man eine Frau, die vor kurzem ein Kind bekommen hat. Die Phase, in der sich diese Frau befindet nennt man "Wochenbett".

Diese Bezeichnungen kommen daher, dass Frauen früher nach der Geburt eines Kindes tatsächlich einige Wochen das Bett hüten mussten. Bis ins 20. Jahrhundert war eine Geburt ein Gesundheitsrisiko für Frauen, viele starben am sogenannten Wochenbett- oder Kindbettfieber. Seit es Antibiotika gibt, sind Entzündungen von Wunden, die durch die Geburt entstanden sind, kein Problem mehr.

Trotzdem sind Schwangerschaft und Geburt anstrengend und der Körper muss sich davon erholen. Deshalb sollen sich Frauen auch heute noch nach der Entbindung einige Wochen ausruhen und die Arbeit im Haushalt anderen überlassen. Schließlich müssen sie sich schon Tag und Nacht um ihr Baby kümmern.

Von "Wöchnerin" abgeleiteter Begriff: "Wochenstation" als andere Bezeichnung der Entbindungsstation im Krankenhaus.

Frauen bekommen nach der Geburt ihres Kindes oft Besuch einer Hebamme. Sie hilft der Mutter und unterstützt sie bei der Gewöhnung an das neue kleine Menschlein.

Seit wann gibt es Hebammen?

Da schon immer Kinder geboren wurden, gab es vermutlich auch schon immer Menschen, die den Frauen bei der Geburt beistanden. Schon im Talmud (Buch der Gesetze der jüdischen Religion) und im Alten Testament der Bibel werden Hebammen erwähnt. Im Alten Rom hatten die Hebammen ein hohes Ansehen.
 
Auch im Mittelalter war Geburtshilfe die Sache von kundigen Frauen. Da sich Hebammen gut mit dem weiblichen Körper auskannten und Methoden zur Empfängnisverhütung wussten, wurden sie jedoch gelegentlich verdächtigt, Hexen zu sein.
 
 Heute ist die Ausbildung zur Hebamme natürlich gesetzlich geregelt. Innerhalb von drei Jahren erwirbt man an einer Hebammenschule die theoretischen und vor allem praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten, die zur Geburtshilfe, Betreuung von Schwangeren und Wöchnerinnen sowie zur Säuglingspflege nötig sind.
 
Kann man auch als Mann Hebamme werden?

Ja. Die Berufsbezeichnung lautet dann Entbindungspfleger. Allerdings sind rund 86 Prozent der Hebammen weiblich.

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