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Weltaidstag am 1. Dezember

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Weltaidstag am 1. Dezember

Im Jahr 1981 wurde in den USA erstmals eine bis dahin unbekannte Virus-Erkrankung beschrieben. Einige Hundert Erkrankte waren damals registriert. Gegen Ende des Jahres waren von diesen bereits ein Viertel gestorben.

Die rote Schleife ist ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und Solidarität mit Aidskranken.

1983/84 wurde der Virus, der die Immunschwächekrankheit auslöst, gefunden. Nun erhielt die Krankheit den Namen AIDS.

1985 wurde ein Test entwickelt, mit dem man feststellen kann, ob eine Person mit HIV infiziert ist oder nicht.

1999 waren weltweit über 35 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert.

Während es in den ersten Jahren nach dem Erscheinen der Krankheit die meisten Infizierten in USA gab, sind heute Afrika, Asien und Südamerika am stärksten betroffen.

In Kenia, Mosambik oder Südafrika sind bereits mehr als zehn Prozent der Bevölkerung infiziert. In Botswana, Namibia und Simbabwe trifft es sogar mehr als ein Viertel aller Erwachsenen.

UNICEF ruft anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember dringend zu Spenden für die wachsende Zahl von Kinderhaushalten auf. Nach neuesten Schätzungen von UNICEF haben in den sechs besonders von AIDS, Dürre und Nahrungsmittelknappheit betroffenen Ländern Lesotho, Malawi, Mosambik, Sambia, Simbabwe und Swasiland allein vier Millionen Kinder bereits einen oder beide Elternteile verloren.

UNICEF unterstützt die Verteilung von Zusatznahrung in Schulen und die Versorgung akut gefährdeter Kinder in Ernährungszentren. Hinzu kommen medizinische Hilfen, Impfkampagnen und der Bau von Brunnen.

Bis heute hat die AIDS-Epidemie weltweit 13,4 Millionen Kinder zu Waisen gemacht. Allein elf Millionen von ihnen leben in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Millionen weiterer Kinder werden ihr Schicksal in den kommenden Jahren teilen, wenn ihre heute infizierten oder erkrankten Eltern sterben. Bis zum Jahr 2010 werden weltweit 25 Millionen Kinder durch AIDS zu Waisen werden.

Die Lebenserwartung von Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, ist deshalb deutlich höher, als vor 20 Jahren. Trotzdem führen bislang noch so gut wie alle Infektionen zum Tode.

Seit AIDS bekannt ist, arbeiten Wissenschaftler an der Bekämpfung dieser Krankheit. Bisher ist es jedoch nicht gelungen, ein Medikament zu erfinden, das den HI-Virus abtötet. Die Behandlungen zielen deshalb darauf, die Vermehrung des Virus einzudämmen. Dadurch kann der Ausbruch von AIDS immer länger hinausgezögert werden.

Therapien kommen jedoch fast nur in den Industrieländern zum Einsatz. Für Menschen, die in ärmeren Ländern leben, sind sie zu teuer.

Text: LM 05.06.01aktualisiert am 29.11.02, Bilder: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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