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Was kommt nach dem Space-Shuttle?

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Was kommt nach dem Space-Shuttle?

Nach den Plänen der NASA sollte das Space Shuttle am 30. September 2010 zum letzten Mal in die Erdumlaufbahn starten. Verzögerungen bei den Nachfolgeprojekten haben dazu geführt, dass die USA Ende 2010 kein bemanntes Raumfahrtprogramm mehr haben werden.


Der erste Flug eines Space Shuttle fand im Jahr 1981 statt. Bis 2010 wurden über 120 Flüge durchgeführt. Die NASA hatte sechs dieser Raumgleiter bauen lassen, wovon fünf (Atlantis, Challenger, Columbia, Discovery und Endeavour) raumflugtauglich waren. Der erste Prototyp, die "Enterprise" diente nur  zu Erprobungsflügen innerhalb der Erdatmosphäre und wanderte dann ins Museum. Die Challenger und die Columbia gingen bei schweren Unfällen mitsamt ihrer siebenköpfiger Crew verloren.

Das Nachfolgeprogramm

Nach der  Columbia-Katastrophe (mehr darüber erfährst  du, wenn du auf den Link unten klickst) legte der damalige US-Präsident George W. Bush im Januar 2004 ein neues Weltraumprogramm auf, das die Ausmusterung des Space Shuttles auf den 30. September 2010 festlegte. Das so genannten Constellation-Programm sah ab 2018 auch bemannte Mondflüge und ab Mitte des Jahrhunderts sogar bemannte Marsflüge vor.
Basis des Programms bildeten  herkömmliche Raketen und Raumkapseln, die auch Technologie des Space Shuttle weiterverwenden sollten. So wurde die Ares-Raketenfamilie entwickelt, die aus den Modellen Ares I und Ares V besteht.

Erfolgreicher Start

Die Ares I baut auf den Feststoffraketen (Booster genannt) des Space Shuttle auf.  Als erste Stufe wird eine gestreckte Version des Boosters verwendet. Bei der großen Ares V kommt dagegen ein vergrößerter Außentank mit zwei gestreckten Boostern zum Einsatz. Durch das Zurückgreifen auf Shuttle-Hardware sollte viel Zeit für Entwicklungsarbeit gespart werden.
Der erste Teststart Ares I-X zu einem suborbitalen Flug gelang am 28. Oktober 2009. Die Rakete stieg auf 46 Kilometer Höhe empor, beschleunigte dabei auf Mach 4,7, also fast fünffache Schallgeschwindigkeit,  und erprobte die Trennung der einzelnen Stufen.

Kein Geld für die bemannte Raumfahrt

Am 1. Februar 2010 verkündete US-Präsident Barack Obama die Einstellung des kompletten Constellation-Programmes mit Ares I, Ares V und dem Orion-Raumschiff noch im Jahr 2010. Der US-Präsident hält das Projekt angesichts der Finanzlage der Vereinigten Staaten für finanziell nicht tragbar. Damit die USA im September 2010 nicht ohne bemanntes Raumfahrtprogramm da stehen, wird eine Verlängerung des Space-Shuttle-Programms bis 2015 geprüft.

Hoffnung auf private Investoren

Die Rettung für die bemannte Raumfahrt der USA könnte von privater Seite kommen. Privatunternehmen wollen in nacer Zukunft Touristen in die Erdumlaufbahn befördern. Für diesen Zweck wurde das SpaceShip Two gebaut, ein privates Raumflugzeug von The Spaceship Company, einem Gemeinschaftsprojekt der Unternehmen Virgin Group und Scaled Composites. Auch zu diesem Thema findest du einen Artikel in den Links unten.

Wenn die ersten Flüge des SpaceShipTwo (kurz SS2 genannt) erfolgreich verlaufen, kann SpaceShipThree auf den Weg gebracht werden. Die ersten Entwürfe gibt es bereits. Es soll eines der ersten kommerziellen Orbitalraumschiffe werden und viel länger in der Umlaufbahn bleiben als SS2. Wenn die NASA es zulässt, ist sogar an eine Andockvorrichtung an die Internationale Raumstation ISS gedacht.

Angesichts der jünsten Entwicklungen wäre es sehr verwunderlich, wenn die NASA diese Gelegenheit nicht ergreifen würde. SS3 könnte dann auch die Astronauten zur Raumstation und zurück befördern.
 
Bei der NASA findest du mehr Informationen über das Weltraumprogramm, historische und aktuelle Missionen - leider nur in englischer Sprache.

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Weitere Infos zum Space Ship Two findest du hier (in englischer Sprache).


Text: RR, Stand 18. 2. 2010, Bilder: NASA, Virgin Galactic (Spaceship 2)

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt