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WAS IST WAS TV: Unsere Sonne

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WAS IST WAS TV: Unsere Sonne

Sie ist das Zentrum unseres Planetensystems und ohne sie gäbe es kein Leben: Unsere Sonne. Und so machen sich Theo, Tess und Quentin auf, die Sonne, ein Observatorium und auch Teleskope zu erkunden.

Jeden Morgen geht unsere Sonne auf. Um unser Zentralgestirn dreht sich alles. Dabei ist sie ein gewöhnlicher Stern, wie es viele Milliarden im Universum gibt. Will man die Sonne beobachten, darf man auf keinen Fall direkt in die Sonne schauen, erst recht nicht mit einem Fernglas - sofortige Blindheit wäre die Folge! 

Aber man kann ein Stück Papier hinter das Teleskop oder Fernglas halten. Die Sonne wird dann als leuchtender Ball projiziert. Dieser glühende Gasball wiegt mehr als 300.000 Mal so viel wie die Erde, obwohl die Sonne nur durchschnittlich groß ist. Es gibt Sterne, die sind 1.000 Mal größer als sie!

Sie scheint jeden Tag in einem Bogen über den Himmel zu wandern. Dabei ist das nur eine Täuschung, denn es ist die Erde, die sich einmal pro Tag um sich selbst dreht. Das verursacht die scheinbare Bewegung der Sonne um die Erde. 

Außerdem umkreist die Erde die Sonne in einem Jahr einmal. Die unterschiedlichen Jahreszeiten kommen dadurch zustande, dass die Drehachse der Erde gekippt ist. Im Sommer ist die Nordhalbkugel Richtung Sonne geneigt, im Winter ist es die südliche Halbkugel. 

So makellos uns die Sonne hier auf der Erde erscheint: Die Sonne hat Flecken! Das untersucht man in speziellen Sonnenobservatorien, hoch oben auf Bergen. Spezielle Sonnenteleskope ermöglichen den Blick auf die Sonne. Filter schwächen das gleißende Licht ab. Am besten lässt sich die Sonne aber aus dem All untersuchen. 

Zum Beispiel mit der SOHO-Sonde. Sie umkreist die Sonne in 1,5 Millionen Kilometer Entfernung. Die Sonde soll erforschen, wie die Sonne entstanden ist.

Forscher haben eine Vermutung, wie unser Leben spendender Stern entstanden sein könnte: Die entfernte Explosion eines sterbenden Sterns drückte eine Gas- und Staubwolke zusammen, bis sie sich zu drehen begann. Die Materiemassen in der Mitte entzündeten sich und wurden zu unserer Sonne, während sich aus weiter entfernten Gesteinsbrocken die Planeten formten.

Erst die Sonne ermöglicht das Leben auf unserem Planeten. Pflanzen brauchen das Licht der Sonne, Tiere brauchen die Pflanzen und wir brauchen die Pflanzen und Tiere zum Überleben. Pflanzen benötigen besonders die für uns gefährliche UV-Strahlung der Sonne, die beim Menschen Sonnenbrand verursachen kann. 

Die Wärme der Sonne lässt auch das Wasser aus den Meeren verdunsten, was zur Wolkenbildung führt. Die Wolken wiederum bringen den lebensnotwendigen Regen. Die Erde befindet sich in der richtigen Entfernung zur Sonne, damit wir weder erfrieren noch verbrennen.

Wäre die Erde so groß wie ein Stecknadelkopf, wäre die Sonne fußballgroß und 30 Meter von der Nadel entfernt. Könnten wir zu Fuß zur Sonne gehen, bräuchten wir über 4.000 Jahre. Sogar das Licht braucht acht Minuten von der Sonne zu uns. 

Zurück im Observatorium wird die Sonne mit Hilfe des Spezialteleskops auf einem Blatt Papier abgebildet. So lassen sich auch die Sonnenflecken sichtbar machen. Die SOHO-Sonde zeigt, dass die Sonne ein brodelnder Gasball ist. Auswürfe von Materie und Gas sind mehrere zehntausend Kilometer groß.


Bei solchen Ausbrüchen werden auch Teilchen Richtung Erde geschleudert. Das führt zu Störungen bei Satelliten und in Stromnetzen. An den Polen werden die energiereichen Teilchen der Sonne als Polarlichter sichtbar. 

Die Flecken auf der Sonne tauchen auf und verschwinden, und das in einem Zyklus von etwa elf Jahren. Die dunkleren Flecken auf der Sonne sind kühler als die Umgebung - sie sind nur 4.000 statt 6.000 Grad heiß.

Die Sonne besteht aus heißem Gas. Im Innern der Sonne beträgt die Temperatur rund 15 Millionen Grad. Teilchen von Wasserstoffgas werden unter großem Druck zu einem neuen Teilchen verschmolzen - Helium. Dabei wird große Energie frei. Als Hitze wandert sie durch den Sonnenkörper und strahlt in die Tiefe des Weltalls und erwärmt so die Planeten im Sonnensystem.

Schiebt sich der Mond zwischen Sonne und Erde, kommt es zu einer Sonnenfinsternis. Wenige Minuten wird die Erde mitten am Tag in Dunkelheit getaucht. 

Trotz ihrer Größe wird die Sonne nicht ewig scheinen. Wenn ihr Treibstoff verbraucht ist, bläht sich die Sonne zu einem Roten Riesen auf. Dabei werden die inneren Planeten Merkur und Venus verschluckt. Die Erde bleibt bestehen, aber es wird so heiß, dass die Meere verdampfen und alles Leben erlischt.

Die Sonne wird dann zu einem weißen Zwerg zusammenschrumpfen und von der Erde aus wie ein etwas größerer Stern erscheinen. Nach weiteren Millionen von Jahren wird sie dann endgültig erlöschen. Aber bis dahin dauert es noch einige Milliarden Jahre.


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Text: -jj- 20.05.2009 Text / Fotos WAS IST WAS TV, Sonnenfinsternis, Sonne: Image Source, Sonne-Explosion, Sonnenoberfläche, Sonnenuntergang: Photo disc,

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