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WAS IST WAS TV: Mond & Kosmos

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WAS IST WAS TV: Mond & Kosmos

Im Kennedy Space Center in Florida arbeiteten amerikanische Wissenschaftler und Techniker gemeinsam mit dem deutschen Physiker Wernher von Braun an der Saturn V - Rakete. Sie sollte zum ersten Mal Menschen zum Mond bringen. Diese Mission heißt Apollo 11.

Die Saturn Rakete besteht aus drei Stufen mit großen Treibstofftanks und starken Triebwerken. An der Spitze befindet sich das ebenfalls dreiteilige Apollo-Raumfahrzeug mit dem Mondlandegerät, der Kommandoeinheit und der Rettungsrakete. Mit knapp 111 Metern Höhe ist sie so hoch wie ein 36stöckiges Hochhaus und sie wiegt so viel wie etwa 700 Elefanten, 2800 Tonnen. Sie dient als Trägerrakete für das Apollo-Raumfahrzeug.

Am 16. Juli 1969 war es soweit: 3 Astronauten wagten das gefährliche Unterfangen: Neil Armstrong, Michael Collins und Edwin Aldrin. Nach den letzten Tests transportierte ein gigantisches Fahrzeug die Rakete zur Startrampe. Es konnte nur 1 km/h zurücklegen, so dauerte es über sechs Stunden bis die Rakete am Startplatz ankam. Die Saturn V sollte die Astronauten auf ihrem über 384000 Kilometer langen Weg zum Mond bringen.

Die Apollo startete ohne Probleme ins All. Der Treibstoff des untersten Antriebswerkes brachte die Saturn V in eine Bahn um die Erde. Nachdem der Treibstoff verbrannt war, wurde die erste Stufe abgeworfen. Dann zündete das zweite Triebwerk und die Rakete nahm Kurs Richtung Mond. Nach einer erneuten Zündung löste sich auch die dritte Stufe. Die Geschwindigkeit war mittlerweile so hoch, dass kein weiterer Antrieb nötig war.

Die Astronauten trieben jetzt in ihrem Raumfahrzeug auf den Mond zu. Nach drei Tagen schwenkten sie in eine Umlaufbahn um den Mond. Noch lief alles nach Plan. Armstrong und Aldrin begaben sich in die Mondlandekapsel, die Eagle (Adler) Dann koppelten sie ab, Collins blieb allein in der Kommando- und Rückkehrkapsel zurück. Er sollte reagieren, falls irgendetwas schief laufen sollte.

Während Armstrong und Aldrin der Mondoberfläche entgegen schwebten, spielte ihr Bordcomputer verrückt, die Steuerung des Landeanflugs fiel aus. Sie mussten die Nerven bewahren, um nicht auf dem Mond zu zerschellen. Der Treibstoff wurde knapp.

Kommandant Armstrong versuchte per Hand die Kapsel zu steuern, das Team auf der Erde konnte den Männern im All jetzt nicht mehr helfen. Doch die letzten Tropfen Treibstoff langten. Armstrong brachte die Eagel über ein Geröllfeld und landete das Gefährt unversehrt im Meer der Stille dem Mare Tranquillitatis.

Am 21. Juli 1969 wagte der Amerikaner Neil Armstrong den ersten Schritt auf dem Mond. Er betrat ödes, felsiges und staubiges Geröll. Auf dem Mond gibt es keine Luft, keinen Wind und keinen Regen. Die Fußstapfen bleiben für immer sichtbar. 13 Minuten später kam Aldrin aus der Landefähre. Gemeinsam holten die Astronauten Mondmaterial und installierten Messinstrumente. Zum Abschied stellten sie die amerikanische Flagge auf.

22 Stunden später hob die Eagle wieder ab, dockte an die Kommando- Kapsel an und begab sich wieder auf den Heimweg. Mit an Bord 24 Kilogramm Mondgestein und Bodenproben.

Nach der ersten Landung betraten noch 5 weitere Apollo-Teams den Mond, für umfangreichere Untersuchungen wurde extra eine Mondauto gebaut. 1971 erkundete Apollo 15 erstmalig mit diesem Gefährt den Mond. Mit 13 Stundenkilometern fuhr das Gefährt über die steinige Mondoberfläche. Auf dem Mond wog das Auto etwa 35 kg, auf der Erde 200 kg. Auf dem Mond ist die Schwerkraft geringer als auf der Erde. Dadurch ist alles 6mal leichter als auf der Erde.

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