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Spaceweek 2008

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Spaceweek 2008

Die Vereinten Nationen haben 1999 die World Space Week eingeführt, eine Woche, in der sich weltweit alles um die Weltraumforschung dreht. Jedes Jahr beginnt die Weltraumwoche am 4. Oktober, zum Gedenken an den Start des Sputniks. Es war der erste Himmelskörper, den die Menschen in den Weltraum geschickt hatten. Sie endet am 10. Oktober - an diesem Tag hat 1967 die UNO-Generalversammlung den Vertrag über die Prinzipien der Erforschung und Nutzung des Weltraumes beschlossen.

Mit der World Space Week will die UNO jährlich auf internationaler Ebene den Beitrag würdigen, den die Weltraumforschung und -technologie zur Weiterentwicklung der Menschheit leistet.
Zur Eröffnung der ersten Weltraumwoche hatte im Jahr 2000 auch der berühmte Science Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke eine Video-Botschaft geschickt. Clarke hatte mit dem Buch "2001 - Odyssee im Weltraum" einen der bekanntesten SF-Romane geschrieben, der vor allem durch Stanley Kubricks legendäre Verfilmung berühmt wurde.

Es begann mit dem Sputnik

Als ausgerechnet die kommunistische Sowjetunion den erste Flugkörper aus Menschenhand ins All schoss, begann das berühmte "Space Race", der Wettlauf  zwischen Russen und Amerikanern um die Vorherrschaft im Weltraum. Er dauerte zwölf Jahre und endete im Juli 1969 mit der ersten Landung von Menschen auf dem Mond. Mehr zu diesem Thema erfährst Du, wenn Du den Link unten anklickst.
Im Zentrum der "World Space Week" der UNO steht der Nutzen der internationalen Raumfahrt für die Menschheit. Mit dieser weltweiten Veranstaltung möchten die Vereinten Nationen ihre Rolle als Drehscheibe für wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Weltraumforschung unterstreichen.

50 Jahre NASA

In den vergangenen fünfzig Jahren seit dem Start des Sputnik in der Raumfahrt viel passiert:
Zuerst hatten die Russen die Nase vorn, schossen mit Juri Gagarin auch den ersten Menschen ins All. Bis zu den Mondlandungen der Apollo-Tage wendete sich das Blatt zu Gunsten der USA. Dort wurde am 29. 7. 1958 die NASA gegründet. Es gab glanzvolle Höhepunkte und erschütternde Niederschläge: vom Erstflug des Space Shuttles bis zur Explosion der Challenger. Von der längst verglühten Raumstation MIR zur ISS, von den atemberaubenden Fotografien der Voyager-Raumsonden bis zur Erkundung des Mars durch "Pathfinder". Viele heute selbstverständliche Errungenschaften wie das Satellitenfernsehen oder Navigationsgeräte in unseren Autos wären ohne die Pioniere der Weltraumfahrt nicht möglich geworden.

Umfangreiches Programm

Da auf der ganzen Welt Veranstaltungen zum Thema abgehalten werden, können wir unmöglich alles auflisten. Aber einige Höhepunkte im deutschsprachigen Raum sollen schon erwähnt werden: Da vor acht Jahren in Wien alles begann, erwähnen wir zuerst Österreich:

Zum Auftakt der Weltraumwoche ist am Samstag, den 4. Oktober wieder der Stratosphärenballon Passepartout gestartet. Er ist Teil des Mars-Forschungsprogramms PolAres. Am 9. Oktober veranstaltet das Österreichische Weltraum-Forum dann in Wien seinen "ÖWF-Event". Thema ist die Erforschung des Mars und des Sonnensystems. Schüler im Alter von sechs bis zehn Jahren können hier das Abenteuer Weltraum aktiv erleben. So können sie einen kleinen Marsrover über eine "Marsoberfläche" steuern und über eine in das Fahrzeug eingebaute Videokamera sehen, was der Roboterarm gerade aufnimmt.

Am gleichen Tag lassen Schulkinder in Graz 50 Modellraketen aufsteigen. Anlass ist der zehnte Jahrestag der "Community of Ariane Cities" (CVA, das Akronym der französischen Bezeichnung Communauté des Villes Ariane). In 20 europäischen Städten werden insgesamt 1000 der kleinen Ariane-Raketen gestartet. Das Projekt beinhaltet das Design, die Konstruktion und den Raketenstart in jeder Partnerstadt (2 bis 3 Schulklassen). Die Kinder werden während der Realisierung des Projekts von Lehrern betreut. Die Starts der Raketen werden gefilmt und im Internet hochgeladen. Alle Beteiligten können sich dann die Videos der Partnerstädte online anschauen. Ausserdem können sich die Schüler untereinander in einem Chat austauschen und Fragen im Forum stellen.

In Deutschland wird der 40. Jahrestag des Starts von Apollo 7 gefeiert. Am 11. Oktober 1968 war die Saturn 1B-Rakete mit der Raumkapsel in Cape Canaveral gestartet, um die spätere Mondlandung vorzubereiten. In München werden Angestellte der EADS aus Ottobrunn in die Schulen gehen und mit den Kindern und Jugendlichen über die Raumfahrtforschung in der Region reden. In Ottobrunn stellt Dr. Brigitte Röhlein ihr Buch "Der Mond" vor.
Zum Jahrestag der Ariane-Städte beteiligen sich auch deutsche Schüler an dem oben erwähnten Massenstart der Modellraketen: in Augsburg, Bremen, Darmstadt, Hardthausen, Ottobrunn und Taufkirchen.

In der Schweiz beteiligen sich Schüler in Zürich am Start der Modellraketen. Ausserdem sind auch der Amateurfunk-Club HB4FR und das Fliegermuseum "Clin d'Ailes" wieder dabei. Wie schon im Vorjahr soll Schülerinnen und Schülern im Unterricht die Reichweite der verschiedenen Anwendungen der Raumfahrtsprogramme näher gebracht werden. Die Veranstaltung wird mit Primarschulklassen des "Cercle scolaire de Payerne" in Grandcour VD durchgeführt.

HB4FR wird Kurzwellen-Funkkontakte zwischen den Schülern von Grandcour und den Kindern des "Collège IV" in MBourg (Senegal) ermöglichen. Die Schüler werden Fragen stellen und Zeichnungen zum Thema Weltall austauschen. Der Funkkontakt wird zwischen der Station HB4FR und dem Radioclub de Saly, 6W7PCT stattfinden.

Wenn ihr selbst im nächsten Jahr mit eurer Schule bei der Weltraumwoche mitmachen wollt findet ihr hier die nötigen Informationen.

Wenn Du dich für Sterne und Weltall interessierst, dann schau dir doch mal den "Was ist Was" Band 6 "Die Sterne" an.

Oder Band 16 "Planeten und Raumfahrt"

Oder Band 102 "Unser Kosmos"


Text: RR, Bilder: NASA, spaceweek.org (Stand: 6. 10. 2008)

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt