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Spaceweek 2007

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Spaceweek 2007

Die Vereinten Nationen haben 1999 die World Space Week eingeführt, eine Woche, in der sich weltweit alles um die Weltraumforschung dreht. Jedes Jahr beginnt die Weltraumwoche am 4. Oktober, zum Gedenken an den Start des Sputniks. Es war der erste Himmelskörper, den die Menschen in den Weltraum geschickt hatten. Sie endet am 10. Oktober - an diesem Tag hat 1967 die UNO-Generalversammlung den Vertrag über die Prinzipien der Erforschung und Nutzung des Weltraumes beschlossen.

Mit der World Space Week will die UNO jährlich auf internationaler Ebene den Beitrag würdigen, den die Weltraumforschung und -technologie zur Weiterentwicklung der Menschheit leistet.
Zur Eröffnung der ersten Weltraumwoche hatte im Jahr 2000 auch der berühmte Science Fiction-Schriftsteller Arthur C. Clarke eine Video-Botschaft geschickt. Clarke hatte mit dem Buch "2001 - Odyssee im Weltraum" einen der bekanntesten SF-Romane geschrieben, der vor allem durch Stanley Kubricks legendäre Verfilmung berühmt wurde. 2007 ist ein besonderes Jahr zum Feiern. Immerhin ist der Mensch vor 50 Jahren in den Weltraum vorgestoßen.

Es begann mit dem Sputnik

Als ausgerechnet die kommunistische Sowjetunion den erste Flugkörper aus Menschenhand ins All schoss, begann das berühmte "Space Race", der Wettlauf  zwischen Russen und Amerikanern um die Vorherrschaft im Weltraum. Er dauerte zwölf Jahre und endete im Juli 1969 mit der ersten Landung von Menschen auf dem Mond. Mehr zu diesem Thema erfährst Du, wenn Du den Link unten anklickst.
Im Zentrum der "World Space Week" der UNO steht der Nutzen der internationalen Raumfahrt für die Menschheit. Mit dieser weltweiten Veranstaltung möchten die Vereinten Nationen ihre Rolle als Drehscheibe für wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Weltraumforschung unterstreichen.

50 Jahre Weltraumfahrt

In den vergangenen fünfzig Jahren seit dem Start des Sputnik in der Raumfahrt viel passiert:
Zuerst hatten die Russen die Nase vorn, schossen mit Juri Gagarin auch den ersten Menschen ins All. Bis zu den Mondlandungen der Apollo-Tage wendete sich das Blatt zu Gunsten der USA. Es gab glanzvolle Höhepunkte und erschütternde Niederschläge: vom Erstflug des Space Shuttles bis zur Explosion der Challenger. Von der längst verglühten Raumstation MIR zur ISS, von den atemberaubenden Fotografien der Voyager-Raumsonden bis zur Erkundung des Mars durch "Pathfinder". Viele heute selbstverständliche Errungenschaften wie das Satellitenfernsehen oder Navigationsgeräte in unseren Autos wären ohne die Pioniere der Weltraumfahrt nicht möglich geworden.

Umfangreiches Programm

Da auf der ganzen Welt Veranstaltungen zum Thema abgehalten werden, können wir unmöglich alles auflisten. Aber einige Höhepunkte im deutschsprachigen Raum sollen schon erwähnt werden: Da vor sieben Jahren in Wien alles begann, erwähnen wir zuerst Österreich:

Am 4. Oktober startet dort der Stratosphärenballon Passepartout. Er ist Teil des Mars-Forschungsprogramms PolAres. Er wird zum Jubiläum Bilder des gekrümmten Erdhorizonts aus 35.000 Metern Höhe aufnehmen und als Grußbotschaft weiterleiten.
Einen Tag später folgt die Salzburger Sternennacht in der Mozartstadt. Gezeigt wird eine faszinierende multi-mediale Reise durch fünf Jahrzehnte Abenteuer Raumfahrt, ein musikalischer Bilderbogen, informative Anekdoten und so manche Überraschung, präsentiert von Weltraumexperten und der ESA.
Steigflug - Nacht der Raumfahrt heisst es am 6. 10. in Graz. Neben den Highlights aus 50 Jahren Raumfahrt gibt es im Heimatsaal top-aktuelle Informationen zur Marsforschung, Videos und Bilder des Aufstieges von Passepartout und Raumfahrt zum Angreifen für jedermann.

In Deutschland gibt es beispielsweise das "fliegende Klassenzimmer im All" der Universität Saarbrücken. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) will die Aufmerksamkeit der Schüler aus Abiturklassen auf die Naturwissenschaften lenken und ihr Interesse an einem Studium im technischen oder Naturwissenschaftlichen Zweig wecken.
In Berlin lädt der c-base e.V. alle Interessierten auf ihre Raumstation in der Rungestraße 20 ein. Am 4.Oktober wird ab 19 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit vier Vorträgen über die ISS, GPS2 über die Zukunft der ISS und über Ernährung im Weltraum geboten.
Zusätzlich wird während der Woche ein Lichtmodul als feste Installation eingeschaltet ein abgetrennter Raum, der im Unterschied zu der teils düsteren Atmosphäre des Clubs lichtdurchflutet ist.
Erstaunlich realistisch wirkende Raumschiffe reisen im Weltraumspiel X³ Reunion" durch das All. Hier sollen sich begeisterte Computerspieler bis spät in die Nacht austoben können.

In der Schweiz beteiligen sich der Amateurfunk-Club HB4FR und das Fliegermuseum "Clin d'Ailes" an der "Weltwoche des Weltraums". Hier soll Schülerinnen und Schülern im Unterricht die Reichweite der verschiedenen Anwendungen der Raumfahrtprogramme näher gebracht werden. Der Schweizer Astronaut Claude Nicollier wird als Clubmitglied auch dabei sein und die  Schüler begeistern. Er war zwischen 1992 und 1999 vier Mal im Weltraum und flog mit den Space-Shuttles Atlantis, Columbia, Dicovery und Endeavour.

HB4FR wird einen Radiokontakt mit der Radioamateurstation der Vereinten Nationen in New York organisieren; im SSTV-Mode (Slow Scan TV) wird dann zwischen den Schülern einer New Yorker Schule und den Kindern im Schweizer Morens der Austausch von digitalisierten Zeichnungen stattfinden, die sie selbst zum Thema der Woche gemalt haben.

Wenn ihr selbst im nächsten Jahr mit eurer Schule bei der Weltraumwoche mitmachen wollt findet ihr hier die nötigen Informationen.

Text: RR, Bilder: spaceweek.org (Stand: 1. 10. 2007)

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt