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Ozonloch

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Ozonloch

Sonnenschein ist schön. Aber er kann auch gefährlich werden. Wenn nämlich die Ozonschicht der Erde, die uns vor schädlichen Strahlungen schützt, immer dünner wird. Australien ist von dieser Erscheinung besonders betroffen.

In einer Höhe von 30 bis 40 Kilometern über der Erde befindet sich die Ozonschicht. Ozon ist reiner Sauerstoff, aber in einer recht unstabilen Form. Und gerade dieses unstabile Ozon hat die Fähigkeit, die gefährlichen, kurzwelligen Sonnenstrahlen (ultraviolettes Licht) aus dem Sonnenlicht einzufangen. Die Strahlen sind deshalb so gefährlich, weil sie Krebs erzeugen können.

Der Mensch lässt viele chlorhaltige Chemikalien in die Atmosphäre entweichen, die früher zum Beispiel in Spraydosen waren. Die Chlorteilchen der Chemikalien reagieren mit dem Ozon. Dabei wird das Ozon in normalen Sauerstoff umgewandelt. Aber normaler Sauerstoff wirkt nicht als Filter für die gefährliche Strahlung.

Diese Vorgänge spielen sich seit einiger Zeit vor allem über der südlichen Halbkugel der Erde ab. Man spricht vom Ozonloch. In Wirklichkeit ist das kein richtiges Loch, sondern eine Ausdünnung der Ozonschicht. Die Ausdünnung über der Südhalbkugel wurde erstmals Ende der fünfziger Jahre festgestellt. Seither nimmt sie zu, jedoch immer nur für ein bis zwei Monate im Frühling.

Auch bei uns wird im März die Ozonschicht etwas dünner. Aber deutlich schwächer als auf der Südhalbkugel. Das hängt vermutlich mit dem häufig wechselnden Wetter bei uns zusammen. Die Schichten der Atmosphäre werden hier ständig durcheinandergewirbelt und das wirkt dem Ozonabbau entgegen.

Über der südlichen Erdhalbkugel ist das Wetter stabiler und daher auch der Ozonabbau stärker. In Australien hat das Ozonloch die Sonne zur Gefahr gemacht. Das Land hat die höchste Hautkrebsrate der Welt. Mit steigender Tendenz. Jeder dritte Australier muss sich irgendwann im Leben wegen Hautkrebs behandeln lassen.

Von Geowissenschaftler Alexander Stahr.

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