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NASA feierte den 100. Shuttle-Start

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NASA feierte den 100. Shuttle-Start

Dieser Flug der "Discovery" war die letzte Mission zur Internationalen Raumstation ISS, bevor dort Anfang November die ersten ständigen Bewohner einziehen sollen.


Eigentlich hätte es schon am 5. Oktober 2000 so weit sein sollen. Alles war für den Start vorbereitet, nur das Wetter spielte nicht mit. Nach schweren Regenfällen am Vortag klärte sich der Himmel über Cape Canaveral (Florida) zwar noch auf, doch zum planmäßigen Start der Raumfähre Discovery reichte es nicht mehr. Erst eine Woche später war es dann so weit: Am Donnerstag, den 12. Oktober 2000 glückte der NASA der 100. Start eines Space Shuttle.

Der elftägige Geburtstagsflug hat besonders hohe Anforderungen an die Astronauten gestellt. Kommandant Brian Duffy und seine sechsköpfige Crew mussten unter anderem ein Kommunikationssystem einrichten, mit dem die künftigen Bewohner Daten über ihre geplanten wissenschaftlichen Experimente übermitteln können.

Außenarbeiten im All

Außerdem hat die Besatzung ein neun Tonnen schweres Gerüst an der Außenseite der Station angebracht, an dem dann im Laufe des Dezember die ersten Sonnensegel befestigt werden. Als schwierig erwies sich auch die Installation eines mächtigen Gyroskops, das die richtige Orientierung der Station im Weltraum gewährleisten soll. Außerdem hat die Mannschaft eine neue Vorrichtung zum Andocken von Raumfähren angebracht. Die alte Anlegestelle wird für das Anfügen des Labor-Moduls Destiny benötigt, das im Januar 2001 zur Raumstation befördert werden soll. Für all diese Arbeiten waren vier Weltraumspaziergänge nötig.

Notfallübung

Die Besatzung hat mehrere Rettungsmanöver erprobt. So spielten die Astronauten eine Situation durch, in der ein ISS-Bewohner während eines Ausstiegs krank wird. Simuliert wurde auch ein Unfall bei Außenarbeiten: Was passiert, wenn sich eine Sicherheitsleine während eines Weltraumspazierganges abkoppelt? Geübt wurde hier, wie ein Astronaut im Ernstfall aus eigener Kraft zur Station zurückkehren kann.

Ausblick:

Auch die Landung hat sich wetterbedingt verzögert. Erst nach 12 Tagen im All konnte die Discovery am Dienstag, den 24. Oktober 2000 um 22 Uhr 59 mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) auf der Luftwaffenbasis Edwards im US-Bundesstaat Kalifornien landen.



Die Crew der Discovery vor dem 100. Shuttle-Flug.

 Text: RR, 9. 10. 2000, Fotos dieser Seite: NASA .

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