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Exotische Gewürze

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Exotische Gewürze

Sie haben klangvolle Namen: Ingwer, Zimt, Marcis, Sternanis und Kardamom. Wenn ihr wissen wollt, woher die Gewürze kommen und woraus sie gewonnen werden, müsst ihr euch auf eine kleine Weltreise begeben:

Das wichtigste Lebkuchengewürz ist Zimt (siehe links). Von den Zweigen des Zimtbaumes wird die Borke und die äußere Rinde entfernt. Übrig bleibt die röhrenförmige, innere Rinde, die anschließend getrocknet wird. Der Zimtbaum ist auf den asiatischen Inseln Java und Sri Lanka und im südamerikanischen Brasilien zu Hause.

Sternanis ist nach der sternförmigen Frucht eines Magnoliengewächses benannt. Das intensiv riechende Gewürz wird vor allem aus Indien importiert. Von dort stammt auch der Ingwer, der aus dem Wurzelstock einer Schilfpflanze gewonnen wird. Neben der Knolle des Ingwers wird er auch als Sirup und in kandierter Form verkauft. Ingwer beruhigt den Magen und wirkt daher gut gegen Reisekrankheit.

Kardamom zählt ebenfalls zu den Ingwergewächsen, wird aber vor allem von Sri Lanka aus importiert. Ebenso wie Ingwer wird Kardamom nicht nur für süßes Gebäck verwendet. Für die Asiaten sind beides ganz typische Gewürze, die in keinem Curry-Gericht fehlen dürfen.

Nelken gewinnt man, wenn man die Blüten des Namen gebenden Nelkenbaumes trocknet. Das Gewürz ist reich an ätherischen Ölen, durch die es auch eine heilende Wirkung bei Entzündungen im Mund hat. Das Klima in Ostafrika, Madagaskar, Indonesien und Brasilien ist optimal für den Nelkenbaum.

Als Viergewürz bezeichnet man auch Piment, weil es gleichzeitig nach Nelken, Muskat, Zimt und Pfeffer schmeckt. Es handelt sich dabei um die getrocknete, unreife Frucht eines Myrtengewächses und wird aus Mexiko, Ostindien oder Jamaika eingeführt.

Ein eher unbekanntes Gewürz ist Macis, der getrocknete Samenmantel der Muskatnuss. Unter den verschiedenen Arten ist der Echte Muskatnussbaum der Ertragreichste. Der immergrüne Baum wird bis zu 15 Meter hoch. Beheimatet ist es in Sumatra, Sri Lanka, Westindien und auf den Molukken.

Schließlich bleibt noch das in einer Zuckerlösung kandierte Zitronat und Orangeat. Zitronat stammt aus den Früchten des Zitronatzitronenbaumes. Orangeat wird aus der Schale der Bitterorange gewonnen. Beide wirken appetitanregend.
All diese Gewürze, die früher so fremd und teuer waren, findet man mittlerweile in fast jeder Küche. Aber die Kunst des richtigen Würzens ist vielen immer noch fremd.

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