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Der Mond erstrahlt orangerot

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Der Mond erstrahlt orangerot

Am kommenden Samstag, den 16. August 2008 könnt ihr am Abend mit etwas Glück eine Mondfinsternis beobachten. Am Eindrucksvollsten wird das Himmelsschauspiel gegen 23 Uhr sein, wenn sich die Erde fast komplett vor die Sonne schiebt und unter einer schmalen Sichel der Erdschatten auf der verdunkelten Mondoberfläche zu sehen ist.

Wenn am Samstag das Wetter mitspielt und keine Wolken am Nachthimmel sind, können die Menschen in Europa ein faszinierendes Himmelsschauspiel erleben: eine partielle Mondfinsternis bei Vollmond.
Für uns Europäer wird das Phänomen gegen 21 Uhr 35 beginnen, zu diesem Zeitpunkt tritt der volle Mond in die Kernschattenpase ein. Das Himmelsspektakel dauert rund vier Stunden.
 
Was ist eine Mondfinsternis?

Eine Mondfinsternis, die auch Eklipse genannt wird, kann nur bei Vollmond auftreten. Die Erde liegt dann genau zwischen Sonne und Mond. Die Sonne bescheint die Erde und diese wirft einen Schatten in Richtung Mond. Zieht der Mond durch diesen Erdschatten, erfolgt eine Mondfinsternis. Dieser Schatten wird auch Kernschatten genannt.
 
Der Mond bewegt sich allerdings nicht immer durch, sondern auch über oder unter dem Erdschatten. So kommt es nicht monatlich zu einer Mondfinsternis.
 
Wenn der Mond vollkommen in den Erdschatten taucht, nennt man das eine totale Mondfinsternis. Steht er nur teilweise im Schatten, spricht man von einer partiellen Mondfinsternis.


Der Mond in Kupferrot

Es beginnt in den späten Abendstunden des 16. August: Der Vollmond tritt um 21:35 Uhr in den Kernschatten der Erde ein.
Mit Ausnahme des Eintritts des Mondes in den Halbschatten der Erde, der knapp vor oder praktisch mit Mondaufgang erfolgt, ist die Finsternis in voller Länge von Mitteleuropa aus zu sehen. Normalerweise ist am Anfang einer Mondfinsternis die Verdunkelung noch nicht sofort erkennbar, weil der Halbschattenkegel in seinen äußeren Partien noch stark durch Sonnenlicht aufgehellt ist. Wenn du genau hinsiehst, wird  dir vielleicht auffallen, dass sich der untere Mondrand ein wenig einzutrüben beginnt.
Ungefähr ab 22:35 Uhr kannst du den Mond in kupferrotem Licht sehen. Dieses Licht gelangt durch die Erdatmosphäre hindurch auf den Erdtrabanten. Es sind vor allem die langwelligen Anteile des Sonnenlichtes, also Gelb, Orange und Rot, die am besten hindurchkommen und in den an sich dunklen Kernschatten in sehr flachem Winkel abgelenkt werden dies ist auch die Erklärung, weshalb eine auf- oder untergehende Sonne meist orange oder gar rot erscheint.
Um 23:10 Uhr MEZ ist der Punkt erreicht, den die Astronomen mit dem Begriff Finsternismaximum bezeichnen. Von da ab kehrt sich das Schauspiel wieder um.

Weitere Mondfinsternis-Termine

Im Jahr 2009 wird sich der Erdschatten viermal vor den Mond schieben. Der Eintritt in den Kernschatten erfolgt am 9. Februar um 12 Uhr 37, wird also wegen der Mittagszeit nicht zu sehen sein. Am 7. Juli um 8 Uhr 33 ist es ebenfalls schon Tag. Interessant sind dagegen der 6. August gleich nach Mitternacht, um 00 Uhr 01 und der 31. Dezember um 17 Uhr 15. Das Jahr 2009 verabschiedet sich also an Silvester mit einer partiellen Mondfinsternis.
Eine totale Mondfinsternis wird es dagegen erst wieder im Jahr 2010 geben: Am 21. Dezember in den frühen Morgenstunden ab 5 Uhr 28.
Wer mehr wissen möchte, bei Astroinfo gibt es genaue Erklärungen.

Mehr über den Mond findet ihr im  WAS IST WAS Band 21 Der Mond.

Text und Fotos: RR 11. 8. 2008

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