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Das Atommodell des Niels Bohr

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Das Atommodell des Niels Bohr

Am 30. Juni 1913 veröffentlichte der dänische Physiker Niels Bohr sein berühmtes Atommodell, wonach Atome aus einem Kern und einer Hülle bestehen. Sie sind ähnlich aufgebaut wie ein kleines Sonnensystem.

Bei diesem kreisen um die massereiche Sonne in großem Abstand die Planeten, wie z. B. Merkur, Venus, Erde und Mars. Ähnlich ist es beim Atom. In seinem Zentrum befindet sich der kleine, aber sehr massereiche Atomkern. Um diesen kreisen in "riesigem" Abstand winzige leichte Teilchen, die Elektronen. Der Kern ist elektrisch positiv geladen, die Elektronen negativ. Sie werden durch die elektrische Anziehungskraft des Kerns auf ihrer Bahn gehalten, ähnlich wie die Sonne mit ihrer Schwerkraft die Planeten an sich bindet.

Im Sonnensystem (rechts) kreisen die Planeten um die Sonne. Beim Atom (links) kreisen die Elektronen um den Atomkern, der elektrisch positiv geladen ist und die negativen Elektronen anzieht.

Wie klein Atomkerne sind, kann man sich folgendermaßen klarmachen: ein Wassertropfen besteht aus rund
6 000 000 000 000 000 000 000 Atomen. So winzig ein einzelnes Atom ist, der Kern ist noch viel kleiner. Er füllt nur
1/1 000 000 000 000 des Raumes aus, der dem Atom zusteht! Wäre ein Atomkern so groß wie eine Kirsche und würde in einem Fußballstadion liegen, so wären die Elektronenbahnen etwa in den oberen Zuschauerrängen zu suchen. Obwohl der Kern nur ein Billionstel des Raumes im Atom einnimmt, besitzt er fast die ganze Masse des Atoms.

Die Materie im Atomkern ist außerordentlich stark konzentriert. Könnte man den eben erwähnten Kern in der Größe einer Kirsche wirklich herstellen, so würde er rund 30 Millionen Tonnen wiegen und gar nicht im Stadion liegen bleiben, sondern zum Mittelpunkt der Erde sinken!

Bohrs Schalentheorie wurde 1925 durch Werner Heisenbergs Quantenmechanik weitergeführt.

Eine Biografie von Nils Bohr findest du hier.

RR/LM 30. 6. 2003

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