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Alfred Nobel und der Nobelpreis

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Alfred Nobel und der Nobelpreis

Jedes Jahr im Oktober werden in Stockholm die Nobelpreise verkündet. Alle Nobelpreise sind mit jeweils zehn Millionen Kronen, gut 1 Millionen Euro, dotiert. Sie werden traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, überreicht.

Der schwedische Chemiker und Industrielle Alfred Nobel wurde am 21.10.1833 in Stockholm geboren und starb am 10.12.1896 in San Remo.

1867 erfand er das Dynamit, das seinen Reichtum begründete. Weitere bedeutsame Erfindungen waren die Entwicklung der Sprenggelatine im Jahr 1877 und des rauchschwachen Pulvers namens Ballistit ein Jahrzehnt später.

Aufgrund seiner Erfindungen entstanden in vielen Industrieländern Sprengstoff-Fabriken. Die in Deutschland 1865 gegründete Firma Alfred Nobel & Co. heißt heute Dynamit Nobel AG.

Nobelpreis als Wiedergutmachung


Das Vermögen Alfred Nobels floss in eine Stiftung, die bis heute den Nobelpreis verleiht. Mit der Stiftung der Nobelpreise wollte der Forscher einen Konflikt lösen, der sein Leben bestimmte: Der Erfinder des Dynamits konnte nicht verwinden, dass seine Entdeckung für den Krieg genutzt wurde.

Als "Wiedergutmachung" vermachte Nobel sein Vermögen einer Stiftung, aus deren Zinsen Preise für jene finanziert werden sollten, die "im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben".

Die Nobelstiftung finanziert die jährlichen Auszeichnungen mit dem Jahreszins ihres Vermögens. Vergeben werden Preise auf den Gebieten Physik, Chemie, Medizin, Literatur sowie für Verdienste um die Erhaltung des Friedens.

Die Höhe eines ungeteilten Preises liegt seit dem Jahr 2001 bei zehn Millionen Schwedischen Kronen, rund 1,1 Million Euro. Allerdings wird das Preisgeld in einem Fach häufig zwischen mehreren Preiträgern eines Jahres aufgeteilt.

Preis für Wirtschaftswissenschaften


Seit 1969 gibt es mit dem Preis für Wirtschaftswissenschaften eine Auszeichnung, die häufig als Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bezeichnet wird - den es allerdings nicht gibt. So schreibt Nobel in Briefen: "Ich habe keine Wirtschafts-Ausbildung und hasse sie von Herzen." So setzen sich Nachfahren von Alfred Nobel für die Abschaffung des Preises ein. Zudem ist Wirtschaftswissenschaft nicht mit Naturwissenschaften vergleichbar.

Der Preis für Wirtschaftswissenschaften wird zusammen mit den Nobelpreisen verliehen, unterliegt denselben Vergabekriterien und ist mit der gleichen Summe dotiert, die allerdings nicht aus den Zinsen von Nobels Vermögen, sondern durch die schwedische Reichsbank finanziert wird.

Der alternative Nobelpreis


Es gibt auch einen "Alternativen Nobelpreis". Dieser wurde im Jahre 1980 von Jakob von Uexküll ins Leben gerufen. Er wird jährlich an Organisationen und Personen verliehen, "die mit praktischen und exemplarischen Lösungen an den wirklichen Problemen unserer Zeit arbeiten". Die Preisverleihung findet am 9. Dezember in Stockholm statt, einen Tag vor der Nobelpreiszeremonie.

Text: rr Stand: 21. Oktober 2008

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