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Smart Girls starten zum RoboCupJunior

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Smart Girls starten zum RoboCupJunior

32 begeisterte "Smart Girls" im Alter von 11 bis 16 Jahren trafen sich zum "Smart Girls Workshop" bei Motorola in Berlin. Die jungen Programmiererinnen machten sich dort fit für die neue Qualifikationsrunde des RoboCup Junior, dem Nachwuchswettbewerb des internationalen RoboCup. Start der Vorausscheidungen ist Februar 2008.

Smart Girls sind Mädchen aus ganz Deutschland, die ihre Begeisterung für Roboter entdeckt haben. Sie tüfteln, programmieren, bauen und probieren, um ihren Robotern das Tanzen, Retten, Laufen und vieles mehr beizubringen. Die Initiative  startete im Jahr 2007 mit dem Ziel, Mädchen über die verstärkte Teilnahme an Robotikwettbewerben langfristig für technische Berufsfelder zu begeistern.

Roberta - Mädchen erobern Roboter


An vielen Schulen bieten Lehrerinnen und Lehrer Roboter-Kurse speziell für Mädchen als AG oder im Informatik-Unterricht an. Das Konzept, das dahinter steht ist Roberta - Mädchen erobern Roboter. Durch das Projekt sollen Mädchen zum Programmieren von Robotern angeregt werden. Roboter sind faszinierend und noch faszinierender ist es, wenn man bereits nach einem Tag eine Roberta zum Laufen oder Tanzen bewegen kann!
In Roberta-Kursen tüfteln und erfinden Mädchen immer neue Dinge, die man mit Roberta tun kann. Die Technik hinter Roberta ist LegoMindstorms. Damit kann eine Roberta schnell und einfach gebaut und mit der zugehörigen Programmieroberfläche in Bewegung gesetzt werden.
Das Tolle an Roberta: Sie ist nicht nur einfach zu programmieren, sie sieht auch noch total süß aus, wie du auf dem Bild oben sehen kannst.

Internationale Meisterschaft

Zeigen, was man so alles programmiert hat, kann man bei Wettbewerben, auf denen verschiedene Teams ihre Roboter präsentieren. Der international bekannteste Wettbewerb heißt RoboCupJunior und ist sozusagen die Meisterschaft des Roboterprogrammierens. Auf der ganzen Welt gibt es regionale, nationale und internationale RoboCup-Wettbewerbe. In der Junior League können sich Jugendliche bis 19 Jahre für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Es gibt zwei Altersklassen: Die Primary League bis 14 Jahre und die Secondary League für Jugendliche von 15 bis 19 Jahren.
"Es freut uns sehr, dass sich der Anteil der Mädchen, die am RoboCupJunior teilnehmen, innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt hat" so Sabine Mellies vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit. Der Anteil von Schülerinnen stieg seit Beginn des Projektes von 12 auf 30 Prozent.

RoboCupJunior mit drei Kategorien:

RoboSoccer
In dieser Kategorie geht es um fußballspielende Roboter. Sie treten entweder als Einzelspieler oder als Team aus je zwei Robotern gegeneinander an. Gespielt wird mit einem etwa Tennisball großen Ball, der zur leichteren Erkennung Infrarotlicht aussendet.

RoboRescue
Das ist die Liga der Rettungsroboter. Roboter finden ihren Weg entlang einer schwarzen Linie durch inszenierte Katastrophenszenarien. Es geht darum, möglichst viele Punkte anzusteuern und unterschiedlich schwierige Manöver zu bewältigen.

RoboDance
Dies ist der beim Publikum beliebteste Wettbewerb, bei dem Kreativität besonders gefordert ist. Sowohl bei der Gestaltung als auch bei Musikwahl und Choreografie haben die Teams freie Hand. Gemischte Choreografien von Mensch und Roboter sind beim RoboDance möglich.

Wichtiger Erfahrungsaustausch

Smart Girls unterstützt drei Mädchen-Teams in den Kategorien RoboDance oder RoboRescue. Im Workshop am 22. Januar in Berlin tauschten die jungen Programmiererinnen manche Tipps und Kniffe sowie Erfahrungen aus vergangenen Wettbewerben aus. Sie lernten die Übertragung mit Bluetooth-Technik kennen und wendeten diese gleich praktisch bei der Programmierung ihrer Roboter an. "Man denkt sich etwas aus, programmiert es und sieht, dass es klappt. Das ist super!" so beschreibt Pascale (13) ihre Faszination bei der Roboterprogrammierung.
Die Smart Girls Teams stellten ihre diesjährigen Projekte vor und lernten die Bewertungskategorien der Jury kennen. Während einer Betriebsführung beim internationalen Kommunikationsunternehmen Motorola erfuhren die jungen Frauen, wo ihre technischen Fertigkeiten später einmal praktisch zum Einsatz kommen können.

Erfolgreiche Vorgänger

Im Jahr 2007 qualifizierten sich alle Smart Girls Teams für die German Open des RoboCupJunior. Das Team aus Magdeburg schaffte es sogar bis zur Weltmeisterschaft nach Atlanta, USA, und gewann dort den Team-Programmierpreis.

Begeisterung für Robotertechnik

Der RoboCupJunior ist eine weltweite Initiative, die mehr Jugendliche für Robotertechnik und Informatik begeistern möchte. Bislang dominieren bei Teilnehmenden aus Deutschland eher die Jungen das Bild des RoboCupJunior.  Mit "Smart Girls" werden Schülerinnen der Sekundarstufen I und II angesprochen und ermutigt, im Rahmen von Mädchenteams an den Vorausscheidungen zur Teilnahme am RoboCup Wettbewerb teilzunehmen.
"Der Nervenkitzel bei den Turnieren ist toll!" bestätigt die 11jährige Clara.

Willst du auch mit machen?

In ganz Deutschland gibt es Roberta-RegioZentren. Sie richten sich an Schülerinnen oder Studierende und führen Roberta-Kurse durch. Vielleicht gibt es ja auch in deiner Nähe ein RegioZentrum, das dir weiter helfen kann.

Frag deine Lehrerin oder deinen Lehrer oder sprich die Informatik-Lehrkräfte deiner Schule an, ob sie vielleicht Interesse an der Gründung einer Roberta-AG haben, oder Roberta im Unterricht einsetzen möchten. Für weitere Informationen kannst du auch auf die RegioZentren verweisen. Mehr Infos über Roberta gibt es hier.

Smart Girls ist ein Kooperationsprojekt des Fraunhofer Instituts IAIS (Intelligente Analyse- und Informationssysteme) und des Kompetenzzentrums Technik-Diversity Chancengleichheit e.V. Unterstützt wird die Initiative von der Motorola Foundation.

Text: rr, Stand 28. 1. 2008, Bilder: Fraunhofer IAIS, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt