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Google Streetview

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Google Streetview

Nach dem Geoprogramm Google Earth und dem Kartendienst Google Maps folgt mit Google Streetview der dritte Dienst zur einfacheren Erkundung unseres Lebensraumes. Allerdings sind die Panoramabilder aus der Straßenperspektive aus Gründen des Datenschutzes umstritten.

Die bekannteste Suchmaschine im Internet, aber längst nicht die einzige, ist Google. 80 Prozent aller Internetsuchanfragen werden darüber abgewickelt. Sogar in den Duden hat es der Begriff "googeln" geschafft.

Gibt man einen gesuchten Begriff bei Google ein, erhält man im Bruchteil einer Sekunde das Ergebnis. Das ist fast unglaublich, wenn man bedenkt, dass mehr als eine Billion (1.000.000.000.000) Webseiten durchsucht werden.

Einen ausführlichen Artikel zu Google und anderen Suchmaschinen findest Du unter diesem Text verlinkt.

Inzwischen ist Google viel mehr als nur eine Suchmaschine. Die unterschiedlichen Aktivitäten haben das Unternehmen zur weltweit wertvollsten Marke aufsteigen lassen.


Die Kartografierung der Erde




Im Jahr 1996 gründete Michael T. Jones das Unternehmen Keyhole Inc.(dt. = Schlüsselloch). Die Firma hat nichts mit den gleichnamigen Spionagesatelliten der USA zu tun.

Jones begann mit der Entwicklung der Software, die 2004 von Google aufgekauft und auf den Namen Google Earth getauft wurde. Seither wurde die Software weiter entwickelt und mit zusätzlichen Funktionen versehen.

Einen ausführlichen Artikel zu Google Earth findest Du unter dem Titel "Globus war gestern" weiter unten unter diesem Text verlinkt.


Ein moderner Straßenatlas


Während Google Maps noch ein herkömmlicher Straßenatlas mit zweidimensionalen Bildern ist, erweitert Google Streetview das Angebot um eine dritte Dimension, indem Ansichten in 360-Grad-Panoramabildern aus der Straßenperspektive dargestellt werden.

Da für Google Streetview alle zehn Meter ein Foto gemacht wird, ist es möglich, eine Strecke virtuell in Google Maps oder Google Earth abzufahren.

Man bekommt also schon bei der Auswahl des Zieles ein klares Bild, sieht Straßen und Häuser so, als würde man selbst mit dem Auto vorbeifahren und kann sich markante Orte besser merken, als wenn man nur in eine Straßenkarte blicken würde.


Markante Autos



Vielleicht hast du vor einiger Zeit auch die  speziell mit großen Kameras ausgerüsteten Autos  gesehen, wie sie deine Straße abgefilmt hatten, um die Daten für das System vorzubereiten.

In knapp drei Metern Höhe haben diese Spezialfahrzeuge neun Kameras montiert: acht Kameras für den 360-Grad-Blick, die neunte Kamera ist nach oben gerichtet.

Mit drei zusätzlichen Lasermessgeräte erfolgt die dreidimensionale Vermessung der Umgebung. Diese gesammelten 3D-Daten sollen später in Google Earth auch eine räumliche Darstellung der Gebäude ermöglichen.


Fahrräder wie aus einem Spionagefilm



Google montiert die Kameras nicht nur auf Autos, sondern gelegentlich auch auf Fahrräder. Damit wurden zum Beispiel Aufnahmen auf der Insel Teneriffa und im Disneyland Paris gemacht.  Disney hatte dafür extra die Toregeöffnet. Google-Mitarbeiter fuhren mit einem speziellen Fahrrad einige Wege im Park ab und machten Fotos für Street View. Laut Google sind die Disneyland-Aufnahmen der erste Teil einer Special Collection.


Ist die ganze Welt über Google Streetview abrufbar?



Bisher nicht.  Allerdings können die meisten Straßen Nordamerikas (USA und Kanada) und Australiens sowie weite Teile Europas, Südamerikas und Japans abgerufen werden.  Hier findest du eine Liste jener Länder, von denen Streetview-Aufnahmen verfügbar sind.

Seit Juli 2008 wird Deutschland von Google-Kamerfahrzeugen abgefahren. Seit November 2010 sind auch deutsche Straßen und Gebäude über den Kartendienst abrufbar.


Geschwärzte Gebäude



Wenn du in deiner Straße bei Google geschwärzte Häuser findest, bedeutet das nicht, dass an dieser Stelle die Kamera defekt war.  Diese Häuser gehören Menschen, die nicht wollen, dass ihre Häuser über Google Streetview gesehen werden können.  Die Erfassung der Bilddaten muss nämlich nicht hingenommen werden, wenn man das nicht möchte.

Vor dem Start von  Google Streetview musste das Unternehmen rund 250.000 Anträge auf Unkenntlichmachung bearbeiten. Diese Gebäude werden verpixelt bleiben, selbst wenn das Haus den Besitzer oder Mieter wechseln sollte. Das ist so, weil Google sich verpflichtet hat das Rohdatenmaterial zu löschen

Hausbesitzer und Mieter haben oft gute Gründe, Google das Einstellen der Bilddaten ins Netz zu verbieten.


Gefahren durch Google Streetview


Vor allem in Deutschland und Österreich sorgte Google Streetview aufgrund von Datenschutzbedenken für Schlagzeilen.
Nach deutschem Recht gibt es zwei große Datenschutzprobleme. Das ist zum einen die Aufnahme von Personen und zweitens die Aufnahme von Privatwohnungen.

Seit Mai 2008 ist das erste Problem gelöst. Seitdem durchsucht eine spezielle Software das Bildmaterial nach Gesichtern von Menschen und nach Kfz-Kennzeichenschildern. Durch Weichzeichnung macht das Programm die gefundenen Bereiche unkenntlich.

Dagegen wird das Problem der Erfassung von Privathäusern und Wohnungen in Deutschland nach wie vor kontrovers diskutiert. Viele Juristen sind der Ansicht, dass das Speichern und zum Abruf bereithalten dieser Häuserfassaden nach § 28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) unzulässig sei.

Das Problem gab es in ähnlicher Form schon bei Google Earth. Damit Terroristen nicht an Hand dieser Satellitenbilder Anschläge planen, sind Fotos wichtiger Gebäude verändert. Das Weiße Haus etwa oder indische Verteidigungsanlagen in der Grenzregion zu Kaschmir findet man in echt nicht dort, wo Google sie anzeigt.

Hier die offizielle Homepage von Google Earth auf Deutsch



Eine Seite mit interessanten Plätzen, Tipps und Tricks rund um Google Earth

Google Earth für Anfänger: Google Maps

NASA World Wind (DSL und Flatrate nötig!)



Text: RR, Stand: 22. 1. 2011, Fotos: Wikipedia

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt