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Für das Beste im Mann: K. C. Gillette revolutioniert die Nassrasur

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Für das Beste im Mann: K. C. Gillette revolutioniert die Nassrasur

Er war der König der stoppelfreien Nassrasur: Der französischstämmige Amerikaner aus Wisconsin, King Camp Gillette, ist vor 155 Jahren (5. Januar 1855) geboren. Als dem Handelsvertreter im Jahre 1895 eines Morgens das Rasiermesser den Dienst versagte, hatte er eine zündende Idee: Er erfand den Rasierer mit austauschbarer Klinge.


Schon frühzeitig hatte es sich der junge Gillette in den Kopf gesetzt, Erfinder zu werden. Zunächst schlug er sich aber als Handelsvertreter durch. William Painter, der Erfinder des Kronkorkens, brachte Gillette schließlich auf den rechten Weg: Wenn er reich werden wolle, so empfahl er ihm, müsse er etwas erfinden, was die Leute wegwerfen.

Kurze Klingen zum Wegwerfen

Gillette entdeckte damals, dass er nur eine kleine Fläche seines Rasiermessers benutzte. Eigentlich eine Verschwendung an Material, dachte er und hatte den Einfall, dünne, scharfe und vor allem kurze Klingen herzustellen, die man rechtwinkelig an einen Handgriff montierte.

Nicht zufrieden? Geld zurück!

Am 2. Dezember 1901 meldete King Camp Gillette seine Erfindung zum Patent an. Noch im selben Jahr hatte er die Gillette Razor Company gegründet. Mit einem Angestellten und sich selbst als Präsidenten. Zwei Jahre später kam dann der erste Gillette-Sicherheits-Rasierer auf den Markt: dreifach versilbert und mit 20 Ersatzklingen. Kostenpunkt: fünf Dollar mit Geld-Zurück-Garantie, sollte der Kunde nicht zufrieden sein.

Glatt rasiert an die Front

Bereits im Folgejahr gingen 96.000 Rasierapparate und Millionen von Klingen über den Ladentisch. Den ganz großen Reibach machte der Unternehmer jedoch während des Ersten Weltkriegs. Weil er seine Soldaten adrett aufs Schlachtfeld schicken wollte, orderte der amerikanische Präsident Theodor Roosevelt 3,5 Millionen Rasierer und 36 Millionen Klingen. Zurück von der Front, rasierten sich Millionen von Zivilisten auf die gleiche Weise.

Beckham als Werbeträger

Wie viele Rasierer bis heute verkauft wurden, kann niemand genau sagen. Fest steht nur, dass die Gillette Company weltweit 38 Niederlassungen besitzt und die Produkte rund um den Globus verkauft werden. Gillette ist immer noch Marktführer im Bereich Nassrasur, beschäftigt mehr als 40.000 Mitarbeiter und hat mit dem englischen Fußballgott David Beckham eine zugkräftige Werbefigur an seiner Seite.

Rasieren und kein Ende!

Obwohl die Erfindung des Gillette-Rasierers ein wahrer Segen für die Männerwelt war, verbringen Jungen und Männer noch immer viel Zeit mit der Rasur. Kein Wunder. Wachsen doch die 7.000 bis 15.000 Barthaare eines Mannes im Monat mehr als einen Zentimeter. Kaum zu glauben: In nur 18 Monaten rasiert ein durchschnittlich rasierender Mann eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld. Macht 150 Tage rasieren lebenslänglich!



Wenn ihr mehr über Erfindungen erfahren wollt, dann lest euch schlau, mit dem WAS IST WAS Band 35 Erfindungen.






Text: Nic 05.01.2005 / Abbildung: Pressefoto Gillette (Werbespot)
Aktualisiert: Christine Spindler, 23.12.2009

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