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Eine Fotografie vom Lieblingstier

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Eine Fotografie vom Lieblingstier

Ob bei Spaziergängen durch die Natur, im Zoo oder beim Spielen mit dem Haustier Tiere zu fotografieren macht Spaß. Mit unserem Tipps kannst du dir bleibende Erinnerungen schaffen.

Sicher wirst du eher im Zoo als in freier Wildbahn fotografieren, wobei auch die Spatzen im Park, dein Meerschweinchen, Nachbars Katze oder dein Hund gute Motive abgeben können. Jede Aufnahmesituation stellt dich dabei vor neue Herausforderungen.

Die richtige Kamera

Natürlich kannst du mit jeder Kamera auch Tiere abbilden. Gerade günstige Digitalkameras, bei denen du kein Geld für einen Film ausgeben musst, können beim Einstieg hilfreich sein. Wenn ein Bild nichts wird, löschst du es einfach und experimentierst weiter. So eine Einsteigerkamera ist gut, um ein Gefühl für den Umgang mit der Technik und dem Licht zu bekommen.
Später wirst du dir schwierigere Aufgaben setzen, die auch eine hochwertigere Technik verlangen: Für Nahaufnahmen von weiter entfernten Motiven benötigst du ein Teleobjektiv oder eine Zoomkamera. Willst du Spinnen oder Schmetterlinge abbilden, dann sollte die Kamera für Makroaufnahmen vorbereitet sein.


Das richtige Licht

Beim Fotografieren von Tieren solltest du Blitzlicht vermeiden. Die Tiere reagieren oft verschreckt darauf, können sogar aus Angst aggressiv werden, kratzen oder beißen. Ganz abgesehen davon, dass der Blitz oft rote Augen beim Motiv hinterlässt, gibt es bessere Möglichkeiten.
Verwende lieber eine Nachttischlampe und gewöhne das Tier langsam an das Licht. Auch eine Taschenlampe kannst du als Spot einsetzen, allerdings solltest du immer darauf bedacht sein, das Tier nicht zu blenden.
In freier Natur kommt es auf die richtige Tageszeit an. Besonders schön ist das Licht in der Stunde nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang. Hier solltest du auf den Schattenwurf achten. Wenn du den Schatten deines Motivs bewusst zur Gestaltung des Bildes heranziehst muss er nicht einmal störend wirken. Im Sommer solltest du grelle Nachmittagssonne vermeiden. Ganz abgesehen davon, dass die Hitze das Tier quälen könnte, ist diese Lichtsituation nicht die Beste.

Tiere im Zoo

Vom Streichelzoo einmal abgesehen, sind die Zootiere meistens weiter entfernt, so dass sie auf einem normalen Foto nur sehr klein erscheinen. Bei Digitalkameras mit hoher Auflösung kannst du im Computer das Bild so nach bearbeiten, dass du das abgebildete Tier ausschneidest und so ein neues Bild ohne störendes Beiwerk erzeugst. Besser ist eine Kamera mit Teleobjektiv. Hier kannst du den Löwen oder den Eisbären heranzoomen und bekommst gleich ein formatfüllendes Bild in hoher Auflösung. Von solchen Aufnahmen kannst du sogar Poster machen und über das Bett hängen.

Hunde und Katzen

Im Spiel mit Tieren ergeben sich viele Schnappschüsse. Vielleicht hast du einen Bruder oder eine Schwester und fotografiert diese beim Herumtollen mit dem Hund. Auch ein schlafendes Haustier kann ein originelles Foto abgeben. Gute Aufnahmen erreichst du, wenn du den Hund mit einem Leckerbissen lockst. Allerdings musst du aufpassen, dass du hier das Bild nicht verwackelst. Wenn Freund oder Freundin helfen, ist das sicher kein Problem. Vielleicht ist dein Hund auch so geduldig, dass du ihm eine Sonnenbrille aufsetzen kannst, um ein Scherzfoto zu machen.

Käfigtiere

Wenn du Hamster, Meerschweinchen, Zwergkaninchen oder Ratten im Käfig fotografierst, stören nicht nur die Gitter, auch der Käfig an sich ist keine schöne Umgebung. Wenn dein Tier zahm ist, solltest du es außerhalb des Käfigs fotografieren. Während du bei Kanarienvogel und Wellensittich dabei auf geschlossene Fenster achten solltest, kannst du ein Meerschweinchen oder einen Zwerghasen auch in den Garten mitnehmen und beispielsweise auf dem Rasen fotografieren. Die besten Bilder gelingen dann, wenn du die Kamera mit dem Tier auf gleicher Höhe hältst also nicht von oben, sondern von der Seite oder von vorne fotografierst.

Fische

Wenn du im Wasser fotografieren möchtest, benötigst du eine wasserdichte Unterwasserkamera oder ein passendes Gehäuse für deine Digitalkamera. Deine ersten Erfahrungen solltest du aber außerhalb des Wassers mit Aquarienfotografie machen. Wenn du deine Kamera auf ein Stativ schraubst und dich ruhig bewegst, kannst du durch die Glasscheibe des Aquariums hindurch gute Bilder machen. Wenn du kein Aquarium besitzt kannst du das auch im Zoo oder in einem Meerwasseraquarium versuchen.

Vögel

Mit der Kamera auf dem Stativ und einem Teleobjektiv bist du auch bestens ausgerüstet, um Vögel zu fotografieren. Vielleicht steht ein Baum vor eurem Haus, dann kannst du die Kamera am Fenster aufstellen und auf die Vögel warten. Allerdings benötigst du hier viel Zeit und Geduld und musst sehr still sein, denn die Vögel sind sehr scheu und fliegen schnell wieder weg.
Wenn es bei euch daheim keinen Baum in der Nähe gibt, kannst du auch im Park auf Vogelpirsch gehen.

Der richtige Augenblick

Geduld, Ausdauer und eine blitzschnelle Reaktionsfähigkeit sind die wichtigsten Eigenschaften, die du mitbringen solltest, wenn du gute Fotos von Tieren machen möchtest. Solltest du mit deinen ersten Bildern nicht zufrieden sein, so gib nicht auf und versuche es ein zweites oder auch drittes Mal. Auch in der Fotografie sind noch keine Meister vom Himmel gefallen, sondern nur durch Üben und Experimentieren welche geworden.

Mehr zu diesem Thema findest du im WAS IST WAS Band 63: Fotografie.

 
Text und Bilder: RR, 30. 10. 2006

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt