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DVB-T - das ÜberallFernsehen

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DVB-T - das ÜberallFernsehen

In immer mehr Regionen Deutschlands wird das über Hausantenne empfangbare Fernsehen nicht mehr analog, sondern digital ausgestrahlt. Dadurch können mehr Programme empfangen werden. Bis zum Jahr 2010 soll ganz Deutschland umgestellt sein. Allerdings wird dazu ein Zusatzgerät benötigt, die so genannte "Set-Top-Box", das ist ein extra DVB-T-Empfänger, der zwischen Fernseher und Antenne geschaltet werden muss. Für Nutzer mit Kabelanschluss oder Satellitenempfang ändert sich nichts.

Schon seit 2003 gibt es über Antenne ausgestrahltes Digitalfernsehen in Deutschland. DVB-T steht für "Digital Video Broadcasting - Terrestrial". Schon länger gibt es DVB-S, dabei steht das S für Satellit, also über eine Satellitenschüssel empfangbares Digitalfernsehen und bald kommt noch DVB-H dazu, das H steht dann für Handy. Damit wird digitales Fernsehen auch auf dem Mobiltelefon möglich sein.

Auf der Grafik siehst du, wo jetzt oder demnächst DVB-T empfangen werden kann.

Warum wird das Fernsehen digital?
Immer weniger Zuschauer empfangen ihre Fernsehprogramme heute noch auf dem klassischen Weg über eine Hausantenne - in erster Linie, weil das Programmangebot zu gering und damit im Vergleich zu Satellit und Kabel zu wenig attraktiv ist.
Für die Sender wurde diese Verbreitungsart deshalb immer teurer und damit unwirtschaftlich so dass einzelne Sender in einigen Regionen die terrestrische Übertragung bereits ganz eingestellt haben.
Durch die Digitaltechnik wird Antennenempfang wieder wirtschaftlich, weil die Fernsehkanäle besser genutzt werden können: War es bei analoger Übertragung nur möglich, einen einzigen Fernsehsender zu übertragen, sind beim digitalen Übertragungsweg bis zu sechs Programme gleichzeitig sendbar.

Welche Vorteile hat das digitale Fernsehen?
Ein Vorteil wurde oben schon erwähnt: mehr Programme, aber auch bessere Bild- und Tonqualität, neue interaktive und multimediale Anwendungen und vor allem: portablen und in gewissen Grenzen auch mobilen Empfang, z.B. im Auto, in Bussen oder Bahnen. Notebooks, akkubetriebene Fernseher, kleine Empfänger und Antennen dafür gibt es schon.
Man kann also auf der Terrasse über das Notebook oder einen tragbaren Fernseher Fußball sehen und gleichzeitig die Würstchen auf dem Grill beaufsichtigen.

Und welche Nachteile?
Der größte Nachteil ist, dass der Empfänger noch nicht in Fernsehgeräte und Videorecorder eingebaut ist. Das soll erst mit der Zeit kommen. Die ersten Geräte gibt es schon, diese sind aber sehr teuer.
Wer jetzt die neue Technik nutzen will, benötigt eine Set-Top-Box, die an den Fernseher angeschlossen wird, ähnlich wie ein Satellitenreceiver, nur dass keine Schüssel benötigt wird. Wer ein Programm sehen und ein anderes aufzeichnen will, benötigt zwei solcher Geräte oder einen sogenannten Twin-Tuner, das ist ein Gerät, in das zwei Empfangsteile eingebaut sind. Ein Ausgang wird dann an den Fernseher, der andere an den Videorecorder angeschlossen.
Ein anderer Nachteil ist, dass DVB-T zunächst nur in den großen Städten und Ballungsräumen kommt. Zwar wollen die Öffentlich-Rechtlichen Anstalten ARD und ZDF langfristig gesehen, Deutschland komplett abdecken, die Privatsender, wie Pro7/Sat-1 oder die RTL-Gruppe wollen sich aber nur auf die Städte konzentrieren. Wer auf dem Land wohnt wird also weiter auf eine Satellitenschüssel angewiesen sein.

Hier findest du wichtige Begriffe rund um das digitale Fernsehen.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt