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Die Golden Gate Bridge

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Die Golden Gate Bridge

Am 5. Februar 1933 wurde der Grundstein für die Golden Gate-Brücke, das Wahrzeichen von San Francisco gelegt. Sie ist eine der bekanntesten und schönsten Brücken der Welt und verbindet die Stadt San Francisco mit Marina Peninsula County. Ihre Gesamtlänge mit Zufahrtsrampen beträgt 2727 Meter, die Spannweite macht 1280 Meter davon aus. Sie belegt heute unter den längsten Hängebrücken der Welt den achten Platz. Bis 1964 war sie die Nummer eins.

Auf der Brücke verläuft eine sechsspurige Autobahn sowie an jeder Seite ein Fuß- und Radweg. Fußgänger dürfen die Brücke aus Sicherheitsgründen nur tagsüber betreten.


Foto: Blick über die Golden Gate Bridge von San Francisco aus.

Täglich passieren rund 100.000 Kraftfahrzeuge das Bauwerk, wobei sie nur auf dem Weg in die Stadt eine Gebühr von etwa 5 Dollar entrichten müssen. Während der Hauptverkehrszeiten sind Fahrzeuge mit mindestens drei Insassen von der Maut befreit. Auf diese Weise sollen Fahrgemeinschaften gefördert werden. Trotzdem steigt der Verkehr jedes Jahr um 10 Prozent.

Woher bekam die Brücke ihren Namen?

Die Brücke erhielt ihren Namen nach der Meerenge Golden Gate, zu deutsch Goldenes Tor, über die sie sich spannt. Die Zufahrt zur Bucht von San Francisco wurde um 1848 so genannt, als viele Goldsucher hierher kamen, um ihr Glück zu machen. Der Name blieb über diese Zeit hinaus erhalten.

Und wann wurde sie gebaut?

Bevor es die Brücke gab, brachten Fähren die Passagiere von den ländlichen Gebieten im Norden nach San Francisco. Als die Schiffsverbindungen nicht mehr ausreichten, begann man sich um 1920 Gedanken über den Bau einer Brücke zu machen. Doch erst am 5. Januar 1933 wurde der Grundstein gelegt. Vier Jahre lang wurde gebaut, bis die ersten Fahrzeuge am 27. Mai 1937 das Monument überqueren durften.

Elf Arbeiter verunglückten während der Bauzeit. 19 ihrer Kollegen wurden durch ein Sicherheitsnetz gerettet, das unter der Brücke gespannt worden war. Wäre das Netz nicht durch ein herabfallendes Gerüst kurz vor der Fertigstellung der Brücke zerstört worden, hätten auch zehn der elf anderen Todesfälle vermieden werden können.

Warum ist die Golden Gate Bridge rot?

Foto: Die Akashi-Kaikyo-Brücke in Japan ist mit 1991 Metern Spannweite derzeit die längste Brücke der Welt. Sie ist, wie die meisten Brücken, grau.

Eigentlich sollte das Bauwerk grau angestrichen werden, doch die rote Farbe des Rostschutzmittels namens International Orange gefiel dem Chefingenieur Joseph B. Strauss so gut, dass auf ein Überstreichen der Grundierung verzichtet wurde. Neben Form und Größe der Brücke trug sicher auch ihre ungewöhnliche Farbe, die so gut mit der Landschaft harmoniert, dazu bei, dass die Golden Gate Bridge eines der bekanntesten Bauwerke der USA und Wahrzeichen der Stadt San Francisco wurde. 

Da der Brückenstahl immer wieder von Rost angefressen wird, müssen Anstreicher die defekten Stellen regelmäßig überpinseln. Ihre Arbeit in schwindelerregender Höhe könnt ihr auf einer der verlinkten Seiten am Ende dieses Artikels mitverfolgen. 

Wie funktioniert eine Hängebrücke?





Im Gegensatz zu allen anderen Brückenkonstruktionen ermöglicht die Hängebrücke das Überspannen der weitesten Distanzen. Und so funktioniert das System dieser scheinbar schwebenden Straßen:

Die Fahrbahn wird mit einer Vielzahl von Hängern an den beiden Hauptkabeln befestigt. Die Kabel stehen daher unter Zugspannung. Von den Kabeln wird die Kraft auf die Pylone umgelenkt (Druckkraft), die diese wiederum in ihre Fundamente weiterleiten. Die Fundamente und die Widerlager an den beiden Enden der Brücke müssen sehr stabil sein um den Kräften standzuhalten.

Historische Fotos der Brücke, auch während des Baus, findet ihr hier.

Anstreicher und andere Brückenarbeiter bei der Arbeit könnt hier sehen 

Mehr über Hänge- und andere Brücken lest ihr im WAS IST WAS Band 91 Brücken und Tunnel.

Text: lm 10.11.06, Fotos: wikipedia.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt