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Der Phonograph - Vorläufer des Grammophons

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Der Phonograph - Vorläufer des Grammophons

Am 18. Juli 1877 erfand der Amerikaner Thomas Alva Edison ein Gerät, das zum Vorläufer der modernen Unterhaltungsindustrie werden sollte: den Phonographen. Mit dieser Erfindung war es erstmals möglich, Töne aufzuzeichnen und immer wieder abzuspielen.

Phonograph mit Walze

Somit war es der Vorläufer von Grammophon, Plattenspieler und CD-Player. Der Phonograph bestand aus einem Schalltrichter mit einer Membran, die eine kleine Nadel trug. Diese berührte einen mit Wachs überzogenen Zylinder. Drehte man eine Kurbel, drehte sich der Zylinder und bewegte sich gleichzeitig vorwärts.

Wenn Edison nun in den Trichter sprach, schwang die Nadel im Takt der Schallschwingungen hin und her und grub eine wellenförmige Spiralrille ins Wachs. Brachte man nun die Nadel wieder an den Anfang der Rille und drehte erneut die Kurbel, erklang der hineingesprochene Schall - wenn auch höchst undeutlich und verrauscht - aus dem Trichter.

Das Patent

Erfunden hatte Edison das Gerät übrigens schon 1877. Doch bis es zur Patentanmeldung kam, verbesserte der Amerikaner seinen Phonographen indem er das Wachs durch Stanniolpapier und später durch Schellack ersetzte - neue Speichermedien für den aufgenommenen Ton. Ursprünglich war der Phonograph für Sprachaufnahmen gedacht - eine Art Diktiergerät.

Erste Musikaufnahmen

Doch als ab etwa 1900 durch technische Verbesserungen auch Tonaufnahmen möglich wurden erschloss sich ihm ein riesiger Markt: Bisher mussten Menschen ein Livekonzert besuchen oder selber singen oder musizieren, wenn sie in den Genuss von Musik kommen wollten. Nun konnten sie eine Musikveranstaltung mit dem Phonographen aufnehmen und die Konserven immer wieder abhören.

1902 nahm Startenor Enrico Caruso die Arie "Vesti la giubba" auf einer Edison-Walze auf. Das Stück wurde zum Kassenschlager und verkaufte sich über eine Million mal!

Vom Phonographen zur Musik-CD

Grammophon mit Schallplatte

Abgelöst wurde der Phonograph durch das Grammophon, das 1887 von Emil Berliner erfunden wurde. Nun zeichnete man Töne nicht mehr mit einer Walze sondern einer Schallplatte auf. Das hatte den Vorteil, dass sich die Aufnahme leichter vervielfältigen ließ. Ein größerer Schalltrichter am Grammophon ließ die Töne außerdem besser hörbar werden.

Fast einhundert Jahre behielt die Schallplatte ihre Bedeutung bis sie seit 1981 durch die Erfindung der Compactdisk (CD) nach und nach verdrängt wurde und heute zu einem Medium mit Sammlerwert geworden ist.

LM - 19.02.03, Foto Phonograph: Norman Bruderhofer, GFDL.

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