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Berlins "Langer Lulatsch"

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Berlins "Langer Lulatsch"

Mit dem Bau an dem 138 Meter (mit Antenne 150 m) hohen und rund 400 Tonnen schweren Stahlkonstrukt wurde 1924 zur ersten großen deutschen Funkausstellung begonnen. Fertiggestellt wurde das an dem Pariser Eifelturm orientierte Bauwerk zwei Jahre später und mit dem Beginn der dritten Funkausstellung, am 3. September 1926, in Betrieb genommen.


Der "Lange Lulatsch" war ursprünglich nur als Antennenmast geplant. Erst nachträglich wurde der Turm mit einem Restaurant und einer Aussichtsplattform für die Öffentlichkeit versehen.

Der Bau

Die Stahlgitterkonstruktion des Funkturmes wurde von Heinrich Straumer entworfen und ähnelt der Konstruktion des Pariser Eiffelturmes.  Nur ist der "Lange Lulatsch" nur halb so hoch wie der Eiffelturm, nämlich 138 Meter.

Zwei Besonderheiten weist der rund 600 Tonnen schwere Berliner Funkturm in seinem Bau auf: Zum einen besitzt er eine ziemlich kleine Grundfläche von 20 x 20 Metern, im Gegensatz zum Eiffelturm mit 129 x 129 Metern. Außerdem steht der Funkturm auf Porzellanisolatoren.

Mit dem Lift erreicht man das Restaurant auf 52 Metern Höhe und die Aussichtsplattform auf 129 Metern Höhe. Von hier aus hat man einen wundervollen Blick über die Hauptstadt.

Anlässlich der Internationalen Funkausstellung 2005 wurde der Funkturm nachts blau erleuchtet.

Senden vom Langen Lulatsch

Der Funkturm diente als Antennenträger für den 1923 gegründeten Deutschen Hörfunk. 1932 erhielt er die Antenne für den ersten UKW-Sender der Welt. 1936 wurde vom Langen Lulatsch aus das erste regelmäßige Fernsehprogramm gesendet.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Lange Lulatsch noch bis 1962/63 zur Übertragung von Radio und Fernsehen genutzt. Dann wurde er von einem moderneren Fernsehfunkmast abgelöst. Seither wurde er für den Amateurfunk, für nichtöffentliche Landfunkdienste wie den Polizeifunk und für den Mobilfunk genutzt.

Tolle Aussicht!

Seit 1966 steht der Lulatsch unter Denkmalschutz und beherbergt zu seinen Füßen das deutsche Rundfunkmuseum. 1987, zur 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin, wurde der Turm komplett saniert.

Heute ist der Funkturm, der ein Teil des Messegeländes mit dem Internationalen Congress Centrum (ICC) ist, ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt. Und ein Besuch bei schönem Wetter lohnt sich ganz sicher!

-ab-01.09.2006 Text / Fotos: Berliner Funkturm, 2004: Robert Steffens; blaue Illumination bei Nacht, IFA 2005: Torinberl (GFDL)

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