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Augmented Reality - Realität 2.0

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Augmented Reality - Realität 2.0

Sprechende Autos, am Handgelenk tragbare Computer, automatische Übersetzungsgeräte in vielen Filmen war das ein Blick in eine ferne Zukunft. Aber Erfinder und Entwickler arbeiten daran, diese Zukunftsvisionen wahr werden zu lassen. Zum Beispiel durch sprechende Navigationsgeräte in unseren Autos oder Smartphones, mit denen wir ständig Zugang zu Wissen in digitaler Form haben. Einen Schritt weiter geht die so genannte Augmented Reality, kurz AR, die die Wirklichkeit mit der Virtualität verbindet.

Was ist Augmented Reality?


AR, das ist die Verschmelzung von Realem und Virtuellem. Inzwischen ist unser Wissen nicht mehr an bestimmte Orte gebunden, wie das früher der Fall war. Von digitalen Büchern bis zu digitalen Karten   wir können unsere Informationen und das Wissen der Welt praktisch und handlich immer bei uns tragen.

Foto: Smartphone mit integriertem Reiseführer

Wissenschaftler und Forscher tüfteln an immer neuen Möglichkeiten und haben jetzt die Augmented Reality, die erweiterte Realität, geschaffen. Das bedeutet, dass die Wirklichkeit, wie wir sie kennen, durch computergenerierte Zusatzinformationen erweitert wird. Damit entsteht eine Kombination von Virtualität und Realität. So wird alles, was wir sehen, mit zusätzlichen informationen und Daten verknüpft.

Seit wann ist die Zukunftsvision schon Realität?

Die erste Erfindung, die man als Augmented Reality bezeichnen kann, wurde schon 1968 gemacht. Ivan Sutherland entwickelte in den USA eine Brille, in der zusätzliche Daten eingeblendet wurden. Diese Brille war allerdings an einen ziemlich unhandlichen Computer angeschlossen: Er war so groß wie ein Kleiderschrank! An das bequeme Transportieren dieser zusätzlichen Informationen war hier also noch nicht zu denken.
 
Doch diese, zugegeben noch etwas sperrige, Idee wurde immer weiterentwickelt. In den 90er Jahren konnte die erweiterte Realität von der Firma Boing schon dafür eingesetzt werden, um ihren Piloten zusätzliche Informationen zukommen zu lassen. Die Computer dafür waren nicht mehr so groß wie 1968, für den Gebrauch im Alltag waren sie aber immer noch ungeeignet.

Foto: Bei diesem Head-Up-Display werden wichtige Informationen in das Sichtfeld des Piloten projiziert. Diese Technik gibt es auch schon in Autos.




Wie kam die AR in unseren Alltag?


Durch die Entwicklung von Smartphones und Tablet-PCs konnte die Augmented Reality auf eine neue Stufe gebracht werden. Inzwischen ist sie in praktisch allen Bereichen des Alltags anwendbar. Die digitalen Geräte werden dabei zum magischen Monokel, durch das die Realität betrachtet werden kann.

Die digitale Welt ist dabei eine tragbare 3D-Informationswelt, die jederzeit aus der Hosentasche gezogen werden kann, um mehr über die Realität zu erfahren. So kann uns die AR zum Beispiel verraten, wo der nächste Supermarkt oder die nächste Eisdiele ist, oder uns im Urlaub alles Wissenswerte über den Eiffelturm in Paris oder das Kolosseum in Rom erzählen. Natürlich kann die AR nicht nur für zusätzliche Informationen genutzt werden, sondern auch einfach aus Spaß.

Foto: Augmented Reality ist nicht nur nützlich, sondern kann auch einfach Spaß machen, wie in diesem Computerspiel. 

Wie kann die AR der Zukunft aussehen? 


Eigentlich sind der Augmented Reality keine Grenzen gesetzt. Erfinder arbeiten schon daran, sie in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter einzusetzen. Hier kann dann jeder die erweiterte Realität mitgestalten und verändern. Dabei ist es wichtig, ein Gleichgewicht zu finden.

Denn nicht alles, was im Internet stehen kann, gehört auch ins Internet. Für Datenschützer ist der Einsatz von AR in sozialen Netzwerken deswegen ein schwieriges Thema. Sie befürchten, dass zu viele Informationen preisgegeben werden, die viele Menschen lieber für sich behalten würden.

Außerdem arbeiten Forscher daran, die Augmented Reality sogar von den tragbaren Geräten wie  Smartphones und Brillen zu lösen. Der Irisprojektor soll dann einfach wie eine Kontaktlinse ins Auge eingesetzt werden und uns alle Informationen liefern, die wir zusätzlich zu unserer normalen Wahrnehmung bekommen wollen. Klingt wie im Film? Ganz genau! Wenn man darüber nachdenkt, welche Visionen die Erfinder schon in unsere Welt gebracht haben, könnte auch diese bald zu unserem Alltag gehören!

Text: Melanie Meier / Fotos: pd

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt