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7.11.1801 Alessandro Volta führt die erste Batterie vor

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7.11.1801 Alessandro Volta führt die erste Batterie vor

Um 1800 gelangt es Alessandro Volta die erste funktionierende Stromquelle zu entwickeln. Um die Öffentlichkeit von seiner Erfindung zu überzeugen, reiste er nach Paris wo er seine Voltasche Säule vorführt. Sie ist die Grundlage für jede Batterie, die wir täglich verwenden. Doch wie funktioniert ein solche Batterie?

Alessandro Volta

Bild: A. Volta

Am 18. Februar 1745 wird Alessandro Volta in Como, Italien geboren. Eigentlich sollte er Jurist werden, doch 1774 wurde er Physiklehrer in seiner Geburtsstadt. Fünf Jahre später  berief ihn die Universität in Pavia zum Physikprofessor. 1799 bis 1800 arbeitet er an seiner größten Erfindung, der Voltaschen Säule, dem Vorläufer der Batterie. 1801 demonstrierte er die Funktionsweise seiner Entdeckung in Paris an der Academie des sciences.

Die Voltasche Säule

Die Erfindung von Volta war ein Stapel aus mehreren Zink- und Kupferplatten, zwischen denen jeweils ein Stück Pappe lag, das mit einer elektrisch leitfähigen Flüssigkeit getränkt war. Das Zink- und das Kupferplättchen lösen sich in der Flüssigkeit. Das Zink gibt kleinste geladene Teilchen (Elektronen) ab. Es entsteht ein Elektronenüberschuss und deshalb eine negative Ladung. Das Kupfer nimmt die Elektronen vom Zink auf, sodass ein Elektronenmangel und somit eine positive Ladung entsteht.

Wenn man nun die Plättchen verbindet, fließt der Strom. Je mehr Plättchen man dazu schaltete, desto stärker war der Strom. Volta verwendete diese Stromquelle um chemische Verbindungen aufzuspalten (z.B.: Wasser in die Elemente Wasserstoff und Sauerstoff).

Funktion der Batterie

Die Batterie funktioniert sehr ähnlich. Am Minuspol der Batterie herrscht ein Überschuss an Elektronen. Am Pluspol sind zu wenig Elektronen. Wenn die Pole mit einem Draht verbunden werden, fließen die Elektronen vom Minus- zum Pluspol. Wenn noch eine Glühbirne oder ein anderes Gerät, das mit Strom betrieben wird, dazwischen geschaltet wird, fließen die Elektronen hindurch und treiben es an. So beginnt zum Beispiel die Glühbirne zu leuchten.

Voltas weitere Erfindungen

Alessandro Volta erfand noch viele andere Dinge rund um die Elektrizität. Darunter den Elektrophor (zur Trennung der Ladung), den Plattenkondensator (zur Speicherung der elektrischen Energie) und den Eudiometer (zur Bestimmung des Sauerstoffgehalts in Gasen). Volta wurde zum Mitglied der Royal Society ernannt, von der er auch die Copley-Medaille erhielt. 70 Jahre nach seinem Tod wurde zu seinen Ehren die Maßeinheit für Spannung Volt genannt.

Mehr über Elektrizität im Allgemeinen und die Batterie im Besonderen lest ihr im WAS IST WAS Band 24 Elektrizität.



Jan Wrede, 31.11.06, Illustration Batterie: WAS IST WAS Elektrizität, Arno Kolb; weitere Bilder: Wikipedia.

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