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Was ist "grünes" Spielzeug?

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Was ist "grünes" Spielzeug?

"Green Toys" sind ein großes Thema auf der Nürnberger Spielwarenmesse. Gemeint sind weder Försterpuppen noch grün lackierte Spielzeugautos, sondern nachhaltiges Spielzeug, das bei Kindern das Umweltbewusstsein fördern soll.

Die Spielwarenmesse International Toy Fair Nürnberg spürt zwischen dem 3. und 8. Februar 2011 die grünen Entwicklungen in der Spielwarenbranche auf.

Mit dem Sonderthema Toys go green natürlich spielen! bietet die Spielwarenmesse eG Händlern und Herstellern ein breites Wissensangebot zu nachhaltigen Spielwaren.

Was sind nachhaltige Spielwaren?


59 ausgewählte Aussteller zeigen auf Themeninseln ihre Beispiel gebenden Produkte. Diese zeigen entweder den Einsatz von ökologischen Materialien und umweltschonende Verpackungen oder Spielideen, die bei Kindern das Umweltbewusstsein fördern.

Nachhaltigkeit aus Konsumentensicht


Eine Befragung der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg zeigt deutlich, dass Konsumenten den Begriff Nachhaltigkeit bei Spielwaren ganz unterschiedlich auffassen.

Während 54 Prozent der Käufer natürliche und nachwachsende Rohstoffe sowie ökologische Herstellungsprozesse mit Nachhaltigkeit verbinden, sehen 44 Prozent darin die Langlebigkeit der Produkte und weitere 21 Prozent den pädagogischen Spielwert.

Holz ist Spitzenreiter


Deutlich zeichnet sich ab, dass Verbrauchern Nachhaltigkeit beim Kauf von Spielwaren wichtig ist, nur bei Lebensmitteln legen sie noch mehr Wert darauf. In der Frage, welche Materialien die Käufer als nachhaltig empfinden, sind sich 89 Prozent der Befragten einig, dass Holz ganz vorne liegt. Baumwolle sehen 22 Prozent als nachhaltig an und jeweils 13 Prozent Papier beziehungsweise recyclebaren Kunststoff.

Nachhaltigkeit aus Händlersicht


Der Befragung zufolge führen 98 Prozent der Händler nachhaltige Spielwaren im Sortiment.
Was Händler völlig anders einschätzen als die Konsumenten, ist die Preisbereitschaft für nachhaltige Produkte. Händler meinen, dass nur 35 Prozent einen Aufpreis von 10 Prozent in Kauf nehmen würden. Doch 65 Prozent der Konsumenten sind bereit, mindestens 10 Prozent mehr zu bezahlen.

Einige Beispiele für "Green Toys"

Die Spielwarenmesse lobte in diesem Jahr anlässlich des Sonderthemas Toys go green den SpecialAward: GreenToys aus.

Sie akzeptierte als Einreichungen für den ToyAward, sowohl Produkte, die aus ökologischen Materialien hergestellt werden, als auch Produkte, die durch eine Spielidee Umweltbewusstsein unter den Kindern fördern.
Diese drei Hersteller kamen mit ihren Produkten in die Endrunde:


INNOVATIVE ECO-POWER von BUKI FRANCE

Strom muss nicht aus der Steckdose kommen. Wie erneuerbare Energie funktioniert, lernen Kinder mit Innovative Eco-Power von Buki.

Die in verschiedenen Varianten baubaren Modell-Autos kommen mit zwei Tanks, die mit Aluminium ausgekleidet und in einen Stromkreislauf integriert sind.

Füllt man die Tanks mit Salzwasser schließt sich dieser und das Auto fährt mit Öko-Antrieb. Mit einer Halterung lässt sich das Minikraftwerk auch dazu nutzen, herkömmliche Akkus aufzuladen.

MYZOO ART HOUSE CO., LTD

Affe, Hund, Kuh oder doch ein Hase? Myzoo von Art House Co., Ltd. ist alles in einem und noch viel mehr.

Kinder können auf dem Holzkörper der Figuren unterschiedliche Stecksätze wie Nasen, Ohren oder Beine anbringen dank eines integrierten Magneten schaffen dies auch Kleinkinder mühelos.

Am Ende wird aus den einzelnen Bausteinen ein Affe, oder doch ein Hase mit Kuh-Ohren? Ist auch egal, es macht Spaß und am Ende sieht jedes Holztier wunderschön aus.

E-Rangers Future Base von PLAYMOBIL/geobra Brandstätter GmbH & Co. KG

Wie werden Menschen in der Zukunft leben? Welchen Stellenwert hat regenerative Energie wie zum Beispiel Solarenergie heute und morgen?

Mit der E-Rangers Future Base, die mit dem Forscher Jack Genius und seinem Team auf einem unbekannten Planeten landet, lernen Kinder spielerisch ein neues Ökosystem aufzubauen und damit den Umgang mit erneuerbarer Energie und Umwelt.

Der Preis in dieser Kategorie ging an Playmobil.

Der Jury gefiel die Idee, mit der Kinder spielerisch ökologische Zusammenhänge begreifen lernen und erkennen damit auch, wie wichtig der Schutz der Umwelt für uns alle ist.

Text: RR/KM, Stand 3. 2. 2011, Bilder: Spielwarenmesse

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