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Vincent van Gogh - früher verarmt, heute weltberühmt

Berühmte Personen

Vincent van Gogh - früher verarmt, heute weltberühmt

Heute gilt Vincent van Gogh als einer der berühmtesten Maler überhaupt. Sein "Portrait des Dr. Gachet" wurde vor ein 1992 für 82,5 Millionen US-Dollar verkauft. Da ist es schwer sich vorzustellen, dass er während seines gesamten Lebens an Armut litt.

Vincent van Gogh kommt am 30. März 1853 in den Niederlanden zur Welt. Sein Vater ist Pfarrer. Ab1864 besucht Vincent ein Internat, wo er Französisch, Englisch und Deutsch lernt und zeichnerische Übungen macht.

Lehr- und Wanderjahre

Nach der Schulzeit zieht Vincent nach Den Haag und wird Lehrling in einer Kunsthandlung. Die folgenden Jahre lebt und arbeitet er in London, Paris und Brüssel. Anfang der 80er Jahre wandert van Gogh durch Holland. Die Landschaft mit ihren dunklen Torffeldern beeindruckt ihn. Er malt und zeichnet Bauern bei ihrer schweren Arbeit.

Schicksalhafte Begegnungen

1886 zieht Vincent von Antwerpen zieht er nach Paris, wo sein Bruder lebt. Er möchte Kunst studieren und lernt die Künstler Toulouse- Lautrec, Pissarro, Degas, und Gauguin kennen. Seine Malweise hat sich geändert, er malt jetzt in helleren Farben und im Stil der Pointillisten. Das heißt, van Gogh setzt die Farben Punkt für Punkt nebeneinander. Von weitem fällt das gar nicht auf, je näher man aber an das Bild herantritt desto mehr löst es sich in einzelne Farbpunkte auf. In dieser Zeit entstehen mehr als 200 Bilder: Selbstbildnisse, Stilleben, Ansichten von Montmartre, Studien von den Pariser Vororten.

Malen für Farben

Nach zwei Jahren Paris geht Vincent 1888 nach Arles (Südfrankreich). Das helle Licht des Südens und die Wärme der Farben ziehen ihn an. Vincent hat ein sehr gutes Verhältnis zu seinem jüngeren Bruder Theo. Der arbeitet als Kunsthändler in Paris und stellt ihm Farben und Pinsel zur Verfügung. Dafür schickt Vincent ihm seine Bilder, um sie zum Verkauf anzubieten. Doch solange Vincent lebt, verkauften sich seine Gemälde schlecht.

Variationen von Sonnenblumen

Von den "Sonnenblumen" gibt es insgesamt sieben Fassungen, eine ist nicht mehr erhalten. Ein Exemplar wurde am 30. März 1987 bei Christie´s, dem berühmten Auktionshaus in London, für 25 Millionen Pfund versteigert. In Euro sind das etwa 40 Millionen Euro.

Leben im Wahn

Vincent van Gogh leidet sein ganzes Leben lang an schweren Depressionen, und wurde immer wieder von Tobsuchtsanfällen gepackt. Einmal griff er den Maler Gaugin mit einem Rasiermesser an. Schließlich ließ ihn sein Bruder Theo in eine Irrenanstalt nach Aix-en-Provence in Südfrankreich einliefern. Ein anderes Mal erleidet er einen so heftigen Anfall von Geistesverwirrung, dass er sich einen Teil seines linken Ohres abschneidet. Theo reist sofort nach Arles, um nach seinem Bruder zu sehen.

Ruhe vor dem Sturm

Die letzten Monate vor seinem Tod verbringt Vincent van Gogh in Auvers. Dort wohnt er in einem Gasthof und malt die Landschaft der Umgebung. Hier entstehen viele seiner Landschaftsportraits. Fast hat man den Eindruck, er würde sich allmählich erholen. Dann, am 27. Juli 1890, geht Vincent nachmittags auf die Felder und schießt sich eine Kugel in die Brust. Dort bleibt sie stecken. Zwei Tage später stirbt Vincent van Gogh. Das ist am Morgen des 29. Juli 1890. Bereits wenige Monate später wird sein Talent entdeckt, plötzlich verkaufen sich seine Bilder sehr gut.

26.3.03 sw- Buchtitel: Vincent van Gogh, Bilder der Provence, Artcolor/Eggenkamp, Hamm. Vincent van Gogh Ein Leben voller Leidenschaft, rororo Verlag. Vincent van Gogh - Leben und Werk, H.C. Beck Verlag.

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