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USA: großes Land kleine Fußballnation

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USA: großes Land kleine Fußballnation

Soccer - die amerikanische Bezeichnung für Fußball - ist in den USA zwar nicht mehr nur eine Sportart für Frauen und Kinder, aber mit Football, Baseball, Basketball oder Eishockey kann es nicht konkurrieren. Erst seit den 90er Jahren sind die USA bei den Weltmeisterschaften präsent.

Fußballgeschichte in den USA

Erst Mitte der 90er Jahre wurde in den USA eine Profi-Fußballliga gegründet. Und obwohl die WM 1994 im eigenen Land stattfand, nahmen viele Amerikaner das kaum wahr. Damals erreichte ihr Team das Achtelfinale.

Sieben WM-Teilnahmen haben die USA bislang vorzuweisen. 1930, 1934, 1950 und dann nach langer Pause seit 1990 jedes Mal. Ihr größter Erfolg war 1930 das Erreichen des Halbfinales. 2002 kamen die Amerikaner überraschender Weise ins Viertelfinale.

Die Mannschaft

Das halbe Kader, das 2006 zur WM antritt, war auch schon 2002 dabei. Zwei Spieler nehmen sogar bereits zum vierten Mal an einer WM teil: Torhüter Kasey Keller (Borussia Mönchengladbach) und Kapitän Claudio Reyna (Manchester City).

Neben Keller verdient auch Abwehrspieler Steven Cherundolo in Deutschland, bei Hannover 96 sein Geld. Zehn seiner Kollegen stehen bei andere europäischen Vereinen unter Vertrag, die übrigen allesamt in den USA.

Die große Stärke der Amerikaner ist ihre solide Abwehr, auf die Trainer Bruce Arena allergrößten Wert legt.

Spielemacher Donovan

Star des Teams ist der Spielgestalter Landon Donovan von Los Angeles Galaxy. Der 24jährige stand zweimal bei Bayer Leverkusen unter Vertrag. Von 1999 bis 2001 gelang es ihm jedoch nicht, dort ins Stammteam aufgenommen zu werden. 2005 unterzeichnete er nach einem kurzen Abstecher nach Deutschland und sieben Bundesligaspielen den Vertrag bei Los Angeles Galaxy. Dank seiner großartigen Leistung führte er L.A. zum Meistertitel. Zur WM-Qualifikation steuerte Donovan sieben Tore bei und bereitete acht weitere Treffer vor.

Arena der Motivator

Trainer Bruce Arena hat zwar selbst wenig Spielerfahrung, doch scheint das seinen Fähigkeiten als erfolgreicher Coach keinen Abbruch zu tun. Er führte die USA zu mehr als doppelt so vielen Siege als jeder andere Trainer.

Seine große Stärke liegt darin, dass er die Mannschaft zu einem eingeschworenen Team macht, das sich seiner Stärken ganz klar bewusst ist. Er vermittelt seinen Leuten die Überzeugung: Wir werden gewinnen.

Weil ihm das Zusammenwirken der Spieler das Wichtigste ist, verzichtete er sogar auf Taylor Twellman, den besten Spieler der Premier League.

Arenas Hoffnung für die WM: Die Europäer durch gute Leistungen überzeugen um auch hierzulande endlich ernst genommen zu werden.

Bereits in der Vorrunde warten auf die Amerikaner mit der Tschechischen Republik (12. Juni) und Italien (17. Juni) zwei schwierige Gegner, die sie noch nie besiegen konnten. Zuletzt müssen sie sich am 22. Juni gegen WM-Newcomer Ghana beweisen.

Text: LM 12.06.06, Fotos: Donovan: John Todd/MLS/WireImage.com, Fan und Arena: www.ussoccer.com.

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