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Trauer um George Harrison

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Trauer um George Harrison

Der Exbeatle George Harrison ist im Alter von 58 Jahren gestorben. Er erlag am Donnerstag, den 29. November, in Los Angeles einem Krebsleiden.

Seine Frau Olivia und sein 23 Jahre alter Sohn Dhani waren in der Stunde des Todes bei ihm. Ob es eine öffentliche Bestattung gibt, stand noch nicht fest.

Die Familie sagte nach dem Tod: "Er ist so gestorben, wie er gelebt hat: in dem Glauben an Gott, ohne Angst vor dem Tod und in Frieden, umringt von Familie und Freunden."

In den vergangenen Jahren war der ehemalige Kettenraucher an Kehlkopfkrebs, Lungenkrebs und einem Hirntumor erkrankt. In den letzten Monaten hatte es allerdings wieder so ausgesehen, als ginge es ihm besser.

Erst Anfang November wechselte er in eine Klinik nach Los Angeles und begann eine neue Chemotherapie.

Vor Harrisons Schloss westlich von London legten zahlreiche Fans Blumen nieder. In Liverpool, der Geburtsstadt aller vier Beatles, wehten die Fahnen auf Halbmast.

Auch in Hamburg, der Stadt in der Beatles erste Erfolge feierten, wurde getrauert.

George Herrsion galt immer als der "stille" oder "dritte" Beatle. Er wurde am 25. Februar 1943 in Liverpool geboren. 1958 lernte er John Lennon kennen und schloss sich als Gitarrist der Band an, die 1960 zum ersten Mal unter dem Namen "The Beatles" auftrat und in kurzes Zeit weltberühmt wurde.

Ende der 60er Jahre wurde Harrison immer verbitterter, dass er im Schatten von John Lennon und Paul McCartney stand. Er hätte gerne mehr als die 22 Lieder geschrieben, mit denen er sich in der Band durchsetzen konnte. Darunter aber unvergessene Titel wie "Taxman" und "Here comes the sun".

Nach der Ermordung von John Lennon zog er sich mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Seit einem misslungenen Mordanschlag vor zwei Jahren, trat George Harrison grundsätzlich nicht mehr in der Öffentlichkeit auf.

Mit Trauer und Bestürzung haben Freunde und Fans auf die Nachricht vom Tod des Exbeatles George Harrison reagiert. "Ich bin am Boden zerstört, er war ein liebenswerter Kerl, ein äußerst tapferer Mann, und er hatte einen wunderbaren Sinn für Humor. Er war mein kleiner Bruder", sagte Paul McCartney.

Der britische Premierminister Tony Blair sagte, Harrison habe zusammen mit den drei anderen Beatles das Lebensgefühl einer ganzen Generation geprägt: "Menschen auf der ganzen Welt werden ihn sehr, sehr vermissen."

Königin Elizabeth II. ließ mitteilen, die Nachricht von Harrisons Tod habe sie "sehr traurig" gemacht.

Im New Yorker Central Park versammelten sich Trauernde in dem nach einem Beatles-Song benannten Abschnitt Strawberry Fields, um Harrisons zu gedenken. "Das ist ein trauriger Tag für den Rock´n´Roll", sagte einer der Fans.

-sw/dpa- Stand:30.11.01 Foto: Beatles Fanseite: www.rohdenetz.de

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