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"Tooooooor" - die Bundesliga feiert ihren 45. Geburtstag!

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"Tooooooor" - die Bundesliga feiert ihren 45. Geburtstag!

Am 24. August 1963 wurde der erste Spieltag der deutschen Fußball- Bundesliga (kurz BL) angepfiffen. Damals erlebten rund 280 000 Zuschauer in acht Stadien den ersten Spieltag. Mit dem neuen System von 16 Mannschaften, die eine neunmonatige Punkterunde um die Tabellenspitze spielte, wurde der deutsche Fußball zum Profifußball.

Das deutsche Fußballidol, das für die 50er Jahre steht: der Mittelfeldspieler des 1. FC Kaiserslautern und Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, die 1954 das WM-Finale gewann, Fritz Walter.

Was war vor der Bundesliga?

Nach dem Zweiten Weltkrieg war auch der Sport von der Aufteilung Deutschlands in einen West- (= Bundesrepublik Deutschland) und einen Ostteil (= Deutsche Demokratische Republik, DDR ) betroffen. So gab es im Fußball zwei völlig unterschiedliche deutsche Fußballligen:

In der DDR wurde in nur einer Oberliga die Meisterschaft ausgespielt. Dagegen spielten die Vereine der BRD in fünf nach Regionen aufgeteilten Oberligen: Nord, West, Südwest, Süd und Westberlin. Aus diesen Ligen qualifizierten sich die 16 besten Mannschaften für die Endrunde. Ab nun wurde im K.O. System gespielt, das heißt, wer verlor schied aus. Die Gewinner kamen bis ins Endspiel. Die letzte Meisterschaft der Oberligen wurde 1963 ausgetragen und von Borussia Dortmund gewonnen.

Vom Amateur- zum Profifußball

Eigentlich waren die Fußballer damals alle Amateure. So verdienten zum Beispiel im Ruhrgebiet viele Fußballer als Kumpels ihren Lebensunterhalt untertage, in der Zeche. Am Abend kickten sie dann für Borussia Dortmund, Rot-Weiß Essen oder Schalke 04.

Doch es wurden immer mehr Stimmen laut, die sich eine professionellere deutsche Fußballliga wünschten. Gerade der damalige Nationaltrainer Sepp Herberger forderte den Wechsel zum Profifußball, so wie er im Mutterland des Fußballs, in England, schon praktiziert wurde. Nur so, glaubte der Trainer, könne sich die deutsche Nationalmannschaft auch in Zukunft international behaupten und die deutschen Vereine bei internationalen Wettbewerben erfolgreich teilnehmen.

Mit dem Wechsel vom Oberligensystem zur Bundesliga vollzog sich auch der Wechsel vom Amateur zum bezahlten Sportler. Ab nun kickten Lizenzspieler, die ein festes Gehalt erhielten. Über zehn Jahre war das Gehalt der Fußballer festgeschrieben. Fußballer durften nur eine geringe Summe verdienen. Doch da immer mehr Spieler versteckte Gelder erhielten, wurden die Gehälter der Spieler schließlich freigegeben. So explodierten die Spielerablösesummen, Jahresgehälter ins kaum Vorstellbare. Einer der finanziellen Höhepunkte innerhalb der Bundesliga war bisher der Wechsel von Nationalspieler Michael Ballack von Bayer Leverkusen zum FC Bayern München, vor der Saison 2002/03. Insgesamt soll es dabei um 50 Millionen Euro gegangen sein, inklusive Spielergehalt, Transfer- und Ablösesumme.

Aber zurück zum Beginn der Bundesliga.......

Er war in der ersten Bundesliga-Saison mit dem FC Bayern München noch in der 2. Liga: Libero "Kaiser" Franz Beckenbauer. Von 1969 bis 1974 gewann er mit den Münchnern zwei Vizemeisterschaften und vier Meistertitel.

Saison 1963/64: der Start der Bundesliga

1962 beschloss der DFB die Bundesliga einzuführen. Heftig wurde über die Regeln der Liga gestritten und darüber, welche 16 Mannschaften aus den 46 Oberligen- Vereinen die erste Bundesligasaison bestreiten sollten. Schließlich traten der 1. FC Nürnberg, der TSV 1860 München, Eintracht Frankfurt, der Karlsruher SC, der VfB Stuttgart, der 1. FC Köln, der MSV Duisburg, Borussia Dortmund, Schalke 04, Preußen Münster, der Hamburger SV, Werder Bremen, Eintracht Braunschweig, der 1. FC Kaiserslautern, der 1. FC Saarbrücken und Hertha BSC Berlin an. Sie sollten die erste Bundesligasaison ausspielen.

Der Weg zur Meisterschale

Alle 16 Mannschaften spielten jeweils samstags in acht Stadien ihre Partien. Die Bundesligasaison wurde aufgeteilt in eine Hin- und Rückrunde, die insgesamt rund neun Monate dauerte und in der die Punkte (Sieg = zwei; Unentschieden = ein Punkt; also nicht wie heute: Sieg = drei und Unentschieden = 1 Punkt) zur Meisterschaft vergeben wurde. Die Trophäe gewann, wer am letzten Spieltag die meisten Punkte und Tore auf dem Konto hatte. In der ersten Saison war dies der 1. FC Köln, der sich als erste Mannschaft der Bundesliga den Meistertitel sicherte.

Er gilt als einer der besten deutschen Fußballer zur Zeit: Michael Ballack. Sein Transfer von Leverkusen zum FC Bayern München war innerhalb der Bundesliga bis jetzt der teuerste der Liga. Seit der Saison 2006/07 spielt er für den FC Chelsea.


Einige Bundesliga- Rekorde

Der Rekordmeister: Bis einschließlich Saison 2007/08 gewann der FC Bayern München 20 mal die deutsche Meisterschaft.

Der Rekordtorjäger: Noch immer hält Bayerns Mittelstürmer Gerd Müller mit 365 Toren den Rekord.

Torschützenkönig mit den meisten, in einer Saison geschossenen Toren wurde ebenfalls Gerd Müller mit 40 Treffern in der Saison 1971/72.

Die meisten Bundesligaspiele bestritt Karl-Heinz Körbel mit 602 Spielen von 1972 bis 1991.

Der erste Millionär der Bundesliga war Kevin Keegan von 1977 bis 1980 beim Hamburger SV.

Die meisten Tore in einer BL-Partie schoss Dieter Müller vom 1. FC Köln in der Saison 1977/78 mit sechs Treffern beim 7:1 gegen Werder Bremen.

Der höchste BL-Sieg gelang Borussia Mönchengladbach am 29. April 1978 gegen Borussia Dortmund mit 12:0.

Der erste Zweitligaaufsteiger der direkt Meister wurde: Die roten Teufel, der 1. FC Kaiserslautern unter Otto Rehagel 1997/98.

Der erste Meister, der danach direkt abgestiegen ist: der 1. FC Nürnberg 1968/69.

Und wer mehr über die Geschichte des Fußballs, über Rekorde, die Taktik und Technik sowie die großen Stars wissen möchte, der sollte sich das WAS IST WAS Fußballbuch nicht entgehen lassen.

Auf der Seite des Deutschen Fußballbundes, kurz DFB, findet ihr alles über die Meisterschale: http://www.dfb.de/bliga/bundes/index.html.

-ab- 31.07.03 / aktualisiert: 21.08.08 -lm- Text/ Fotos: Vorschau: adidas, Fußballschuh aus dem Jahr 1962; Fritz Walter und Franz Beckenbauer: WAS IST WAS Fußballbuch; Michael Ballack: chelsea.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt