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Tim und Struppi feiern 75. Geburtstag

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Tim und Struppi feiern 75. Geburtstag

Hergé wurde 1907 im belgischen Brüssel geboren. Belgien war damals noch eine Kolonialmacht. Nachdem er seinen Militärdienst abgeleistet hatte, begann Hergé bei der Zeitschrift Le Vingti¨me Si¨cle, Das 20. Jahrhundert. Zunächst bearbeitete er die Abonnements, doch bald schon fielen seinem Chef, einem katholischen Abt, die ungewöhnlichen Zeichnungen von Hergé auf so wurde er als Zeichner angestellt. Schließlich übernahm er die Leitung von Le petit Vengti¨me Der kleine Zwanzigste, der Jugendbeilage des Blattes. Hier erschien am 10. Januar 1929 die erste Bildgeschichte von Tintin mit seinem Hund Milou, von Tim und Struppi.

Im Land der Sowjets

Der Direktor des katholischen Blattes ist Abt Wallez und bekannt für seine antikommunistische Haltung. Er möchte von Hergé eine gezeichnete Geschichte gegen die Anhänger der kommunistischen Partei Russlands. Hergé war selbst nie in Russland, so beschränken sich seine Erfahrungen auf ein Buch des belgischen Konsuls über Land und Leute. Er übernimmt ganze Passagen aus diesem Buch und es entsteht das Abenteuer des Reporters und seines Foxterriers Tim und Struppi im Land der Sowjets. Schon in diesem ersten Band erhält Tim seine berühmte Haartolle, und Hergé zeichnet Bilder in denen seine Liebe zu Fahrzeugen und Geschwindigkeit deutlich wird.

Der Erfolg war enorm und Abt Wallez beschloss die Reihe fortzusetzen und schickte Tintin in den Kongo, die bedeutendste Kolonie Belgiens. Tintin im Kongo wird veröffentlicht dabei wollte Hergé seine Helden viel lieber in Amerika sehen einem Land von dem er selbst fasziniert war. Diesen Wunsch erfüllte er sich mit seiner dritten Tintin- Geschichte. In ihr schlägt sich Tim auf die Seite der Indianer und pflegt nach alter Pfadfindersitte die Nächstenliebe. Danach folgt Die Zigarren des Pharaos, das in Ägypten spielt. Aufgrund der großen Popularität, die "Tim und Struppi" genoss, wurden die Abenteuer des Reporters und seines Foxterriers ab 1930 jeweils nach Beendigung des Vorabdrucks im Magazin als Album herausgegeben. Neben Tim und Struppi entwickelte Hergé noch weitere Comicserien, die gern gelesen wurden.

Der blaue Lotus

Für seine Abenteuer von Tim und Struppi in China unterhält sich Hergé viel mit einem chinesischen Studenten um die asiatischen Sitten der Menschen und ihr Leben besser zu verstehen. Und so zeigt Hergé in diesem Band, wie viele Vorurteile wir westlichen Menschen gegenüber der uns fremden Kultur haben. Ab dieser Geschichte setzt sich Hergé mit seinen Figuren auch immer mehr für Gerechtigkeit, gegen Kooruption und die Bestechlichkeit ein. Immer wichtiger werden ihm die aktuelle politische Lage, Kriege und Unruhen in seine Abenteuer mit ein, so auch in Der Arumbaya-Fetisch oder in König Ottokars Zepter, das kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges erscheint.

Während des Krieges wechselt Hergé die Zeitschrift und zeichnet weiter. Für sich und seine Leser schafft er eine eigene Welt. Als Figuren kommen der ständig fluchende Kapitän Haddock und der vergessliche Professor Bienlein dazu.

Nach Kriegsende wird am 26. September 1949 das Blatt Tintin eröffnet, das bis 1988 erscheint. 1988 verstarb Hergé, der in seinem Testament festlegte, dass kein Zeichner seine Figuren und deren Geschichten weiterführen dürfe.

-ab-07.01.04 Text/ Fotos: © Hergé/Moulinsart 2003.

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