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Three days of peace and music Woodstock 1969

Berühmte Personen

Three days of peace and music Woodstock 1969

Woodstock Music and Art Fair (Woodstock Musik- und Kunstmesse) hieß das Festival offiziell, das vom 15. bis 17. August 1969 nahe dem kleinen Ort Bethel im US-Staat New York stattfand. Statt der erwarteten 50.000 Besucher kamen über 400.000. Noch einmal so viele standen auf den völlig verstopften Zufahrtsstraßen und wären gern dabei gewesen.

Woodstock die Legende

Three days of peace and music Drei Tage voll Frieden und Musik lautete der Werbespruch für das Woodstock Festival. Auf der Bühne standen 32 Bands, darunter berühmte Namen wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Joan Baez, Santana oder Joe Cocker. Musik stand tatsächlich im Vordergrund, doch ging es um mehr.

Was Woodstock zur Legende machte, waren nicht nur die Musiker, die zum Teil schon damals berühmt waren oder aber es nach dem Festival wurden. Hier ging es um gelebte Jugendkultur, eine Gegenkultur gegen das so genannte Establishment, also die Welt des Bürgertums. Die Hippiebewegung war zu dieser Zeit auf ihrem Höhepunkt angelang.

Zur Hippiebewegung gehörte das Engagement für den Frieden und die Rebellion gegen die Ziele der Leistungsgesellschaft genauso wie Drogenkonsum und freie Liebe, sprich Sex mit wechselnden Partnern. Die Anhänger dieser Bewegung nannten sich auch Blumenkinder. Ihr Ideal des friedlichen Zusammenlebens in einer großen Gemeinschaft versuchten sie in Woodstock Wirklichkeit werden zu lassen.

Bilder des Festivals zeigen denn auch nackte, mit Blumen geschmückte junge Leute mit berauschten Gesichtern, riesige Menschenmassen vor der Bühne und ekstatische Musiker.

Woodstock das perfekte Chaos

Die Organisatoren des Musikfestivals hatten ursprünglich vorgehabt, das Konzertwochenende in einem Ort namens Woodstock, etwa 150 Kilometer von New York entfernt, abzuhalten. Da die Einwohner sich weigerten, wurde ein 243 Hektar großes Gelände nahe dem Dorf Bethel angemietet.

Große Open-Air-Veranstaltungen sind für uns heute etwas ganz Normales. Damals kamen sie gerade erst in Mode. Daher hatten die Veranstalter zahlreiche Schwierigkeiten. Es war schon nicht einfach gewesen, alles für die erwarteten 50.000 Besucher herzurichten: Ein Soundsystem wurde benötigt, mit dem so viele Menschen beschallt werden konnten, außerdem Zeltgelegenheiten und alles, was zu einem dreitägigen Festival noch dazugehört.

Doch als nun fast zehnmal so viele Besucher kamen wie geplant, brach die Organisation vollends zusammen. Da alle Zufahrtswege total verstopft waren, musste medizinische Betreuung und Verpflegung für die Musiker und die Zuhörer mit Hubschraubern eingeflogen werden. Eine kostspielige Angelegenheit!

 
Ein Gedenkstein am Ort des Festivals zum 15-jährigen Jubiläum im Jahr 1984.

Aufgrund des großen Andranges war es irgendwann auch nicht mehr möglich gewesen, Eintrittsgeld abzukassieren. Die Veranstalter blieben am Ende daher auf einem riesigen Berg Schulden sitzen. Erst als ein Film über das Festival produziert worden war, gab es noch einige Einnahmen.

Dass zu alledem starke Regenfälle das Gelände in eine einzige Schlammgrube verwandelten, machte das Chaos perfekt. Den Besuchern war das aber egal.

Text: LM 13.08.04, Bild: Filmcover Woodstock-Film; Plakette Heinrich und Friedl Winter;  Festival und Besucher Derek Redmond und Paul Campbell  cc-by-sa 3.0;

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