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Sport im Eiskanal bei den Olympischen Winterspielen 2010

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Sport im Eiskanal bei den Olympischen Winterspielen 2010

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver werden auch die Wettbewerbe im Bobsport, Rennrodeln und Skeleton ausgetragen. Todesmutig stürzen sich die Teilnehmer dieser Sportarten den Eiskanal hinunter, um die beste Zeit zu erzielen.

Die Bobbahn des Whistler Sliding Centre ist eine der schnellsten der Welt.

Der Eiskanal in Vancouver

Alle drei Sportarten werden in einem Eiskanal betrieben. Dabei handelt es sich um eine Bahn, die auf ihrer gesamten Länge vereist ist, sodass die Athleten mit ihren Sportgeräten darauf hinunterrutschen können. Heutzutage wird meist Kunsteis verwendet, so auch auf der Bobbahn bei der Winterolympiade in Vancouver.

Eine solche Bahn ist mit allerlei Kurven und Schikanen gespickt, die größtes Können von der ganzen Mannschaft erfordern. Die drei Wettkämpfe finden alle im Sliding Centre von Whistler statt, einer der schnellsten Bob- und Rodelbahnen der Welt. Felix Loch fuhr hier mit seinem Bob 153,98 Stundenkilometer schnell.

Der Start ist beim Bobfahren extrem wichtig, weshalb die ganze Besatzung mit anschiebt.




Bobsport

Beim Bobsport sitzen die Sportler in einem aerodynamischen Bob. Nachdem das Gefährt beim Start angeschoben wurde, springen alle Sportler hinein. Vorne sitzt der Pilot, hinten der Bremser. Über Seilzüge wird der Bob gesteuert. Die hohen Geschwindigkeiten erfordern extrem gutes Reaktionsvermögen des Piloten. Eine falsche Lenkbewegung kann sogar einen Überschlag des Bobs zur Folge haben.

Es gibt beim Bobsport die Variante des Zweier- und des Viererbobs. In jeder Disziplin gibt es bei Olympia eine Entscheidung bei den Männern, während Frauen nur den Zweierbob fahren. Der Deutsche André Lange will am Ende seiner Karriere noch einmal eine Olympische Medaille holen. Doch er wird es mit seinem Viererbob gegen die Konkurrenz aus den USA mit Steven Holcomb nicht leicht haben, zu gewinnen.

Rennrodeln

Beim Rennrodeln liegen die Sportler rücklings auf einem speziellen Rennrodel. Diesen können sie steuern, indem sie ihr Gewicht richtig verlagern. Zum Starten haben sie Handschuhe mit kleinen Dornen an den Fingerspitzen, mit denen sie sich im Eis anschieben können. Gebremst wird, indem man sich aufsetzt, und den Rodel vorne hochzieht, sodass die Kufen hinten mehr Widerstand bieten.
 

Der Südtiroler Armin Zöggeler gehört schon seit Jahren zur Weltspitze und ist auch dieses Jahr der Top-Favorit.




Auch beim Rodeln gibt es bei Olympia drei Wettbewerbe, je eine Einzelkonkurrenz bei Frauen und Männern, sowie eine im Doppelsitzer. Beim Doppelsitzer liegen die beiden Athleten eng aufeinander und fahren so den Kanal hinunter. Vor allem bei den Frauen dominiert Deutschland die Weltspitze. Dreifach- und Vierfachsiege sind keine Seltenheit. Immer mit vorn dabei sind Natalie Geisenberger und Tatjana Hüfner. Bei den Männern ist der Italiener Armin Zöggeler Favorit.

Beim Skeleton stürzen sich die Sportler mit dem Kopf voran in den gefährlichen Eiskanal.


Skeleton

Skeleton ähnelt sehr dem Rennrodeln. Der Unterschied besteht darin, dass die Sportler bäuchlings auf dem Schlitten liegen, und mit dem Kopf voran die Bahn hinunter rasen. Bei Olympia gibt es hierbei nur zwei Entscheidungen, nämlich eine bei den Männern und eine bei den Frauen. Die Sportart Skeleton ist erst seit 2002 wieder olympisch und deshalb nicht so populär wie ihre beiden Verwandten.

Gute Siegchancen hat die deutsche Weltmeisterin Marion Trott. Auch WM-Dritte Kerstin Sczymkowiak könnte für einen Podestplatz sorgen. Bei den Herren sind Frank Rommel und Sandro Stielicke die aussichtsreichsten Kandidaten für eine olympische Medaille.

03.02.2010 // Text: Jan Wrede; Bilder: Vorschau & Bob: US Army (pd), Zöggeler: Hagen Frey (GNU 1.2, cc-by-sa 1.0, 2.0, 2.5, 3.0), Skeleton: US Air Force (pd)  

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt