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Sommerzeit Grillzeit

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Sommerzeit Grillzeit

Auch wenn der Sommer dieses Jahr etwas verspätet kam. Jetzt ist Grillsaison! Doch das Vergnügen kann schnell in der Katastrophe enden, wenn nicht ein paar Sicherheitsregeln beachtet werden.

Los gehts bei der Wahl des richtigen Grills: Kohle, Gas oder Elektro?

Für den Elektrogrill spricht, dass er in geschlossenen Räumen verwendbar ist, keine Gerüche durch verbrennende Stoffe entstehen (außer, ihr lasst was anbrennen), es muss nicht lang vorgeglüht werden und er ist einfach zu reinigen. Nachteil ist, dass eine Steckdose in der Nähe sein muss und die Grillfläche meist klein ist.

 
Der Gasgrill zeichnet sich ebenfalls durch kurze Vorheizzeit aus. Es kommt ebenfalls zu keiner Rauchentwicklung und er kann leicht gereinigt werden. Der Transport eines Gasgrills ist dafür etwas schwieriger, denn meist sind solche Geräte relativ groß. Außerdem ist immer eine Gasflasche nötig.

Der Klassiker ist schließlich der Kohlegrill. Kohlegrills gibt es schon für wenige Euros und man kann sie leicht transportieren. Es gibt viele öffentliche Grillplätze. Dafür entsteht durch die Kohle Rauch- und Geruchsbelästigung, man kann ihn also nur im Freien verwenden. Bis die Kohlen durchgeglüht sind, dauert es einige Zeit und er ist nicht leicht zu reinigen. Doch für die allermeisten ist Grillen gleichbedeutend mit Kohlegrill. Reibt man den Rost vorher mit Öl ein, dann geht das Reinigen übrigens leichter!

Vor dem Feuerzauber

Wichtig ist die richtige Ausrüstung. Unabdingbar sind: Eine Grillschürze gegen Fettspritzer, Grillhandschuhe, um sich vor der Hitze zu schützen sowie eine Grillzange, um das Grillgut auf dem Rost zu platzieren.

Außerdem geht nichts ohne Kohle, geeignete Anzünder und eventuell einen Fön oder einen Blasebalg, um später die Glut schneller auf Grilltemperatur zu bringen. Grillschalen aus Alufolie sollen verhindern, dass Fett direkt in die Glut tropft. Denn in der großen Hitze können womöglich Krebs erregende Substanzen entstehen. Aus diesem Grund sollte auch kein gepökeltes Fleisch wie Kassler oder Räucherspeck gegrillt werden, denn das Pökelsalz kann ebenfalls unter Hitze Krebs erregende Substanzen freisetzen.

Sicherheit



Auch wenn Feuer fasziniert: Jedes Jahr kommt es in Deutschland durch unsachgemäßen Umgang mit Grillanzündern zu rund 4000 Grillunfällen. Mehr als 400 dieser Fälle enden mit schwersten Verbrennungen. Benzin oder Brennspiritus kann zu einer Verpuffung führen, wobei sich die Flammen bis zu 10 Meter in alle Richtungen erstrecken können lebensgefährlich für alle in der Nähe!

Das Bild stammt von http://www.paulinchen.de, einer Initiative für brandverletzte Kinder



Wenn es zu Verbrennungen gekommen ist: Sofort für mindestens zehn Minuten unter kaltes Wasser halten (aber nicht kälter als 15 Grad Celsius), fließendes Leitungswasser eignet sich gut. Je nach Schwere der Verbrennung Notarzt rufen oder sofort den Hausarzt aufsuchen. Keine Salben oder Hausmittelchen auf der Brandwunde anwenden!

Anzünden ist also auf jeden Fall ein Job für die Eltern! Wenn möglich nur feste Grillanzünder verwenden. Das ist viel sicherer als flüssige Anzünder. Auf keinen Fall Brennspiritus oder gar Benzin auf die Glut schütten. Auch Kaminanzünder eignen sich nicht, um dem Grill einzuheizen, denn darin sind Stoffe enthalten, die den Geschmack des Gegrillten beeinträchtigen können.

Der Grill muss immer fest und sicher stehen. Spielt am besten mehrere Meter vom Grill entfernt. Es sollte immer ein Kübel Wasser sowie eine Wolldecke (keine Kunstfaser!) und eventuell noch ein Eimer Sand zum Löschen bereitstehen. Brennendes Fett darf nicht mit Wasser gelöscht werden!

Wann das Grillgut auflegen?

Die Temperatur ist genau richtig, wenn die Kohle von einer dünnen weißen Ascheschicht umgeben ist. Wenn ihr keine Grillschalen verwendet, dann achtet darauf, dass so wenig Fett wie möglich ins Feuer tropft, damit keine gesundheitsgefährdenden Stoffe entstehen.

Hier wird die Wurst warm ...

Aber nicht nur Bratwürstchen und Steaks sind Grill-Klassiker. Auch mariniertes Fleisch eignet sich hervorragend zum Grillen. Marinieren bedeutet, dass das Fleisch über einen gewissen Zeitraum, das können Stunden bis Tage sein, in einer Würzsauce liegt. Dadurch wird es zarter und nimmt auch noch Geschmack an.

Wer kein Fleisch mag oder aus religiösen Gründen nicht essen darf oder will, kann auch Tofu oder Gemüsespieße grillen. Schlussendlich versüßt ein leichter Kinder-Sommer-Cocktail, natürlich ohne Alkohol, den Grillgenuss.

Grill-Rezepte dazu findet ihr hier.

Erfrischende Getränke und Kindercocktails für euer Sommerfest gibt es hier.

Paulinchen e.V. ist eine Initiative für brandverletzte Kinder.


Text: -jj- 17.6.2008 // Bilder: Holzkohle Romary/GFDL; Grill Franz Winter/GFDL; Steak Jon Sullivan/PD; Bratwurstgriller Mathias/GFDL; Feuerbild: © Paulinchen e.V.

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